editorial. 2/17
„Erfüllt das auch die neue Norm?“ Mit dieser Frage sind Bergsporthändler bislang kaum konfrontiert worden. Zu Recht, denn als Endverbraucher kann man sich darauf verlassen, dass nur Produkte in den Verkauf kommen, welche normgerecht sind. Um welche kritischen Ausrüstungsgegenstände handelt es sich nun, bei denen die Kunden sichergehen möchten, dass sie die aktuellste Norm erfüllen? Klettersteigsets. Schon wieder. Ja, es hat 2012 ein dramatisches Materialversagen gegeben, als beide Äste eines Sets gerissen sind, gefolgt vom größten Produktrückruf zahlreicher Hersteller. ...
editorial. 1/17
Gelassenheit ist eine Tugend, die nicht nur beim Bergsteigen gefragt ist. Vieles ergibt sich von selbst, auch bei der Arbeit an dieser Ausgabe. Gemeinsam mit Riki Daurer auf der Innsbrucker Nordkette beim Geländefahren unterwegs lerne ich Phillip Brugger kennen – zugegeben, ein ziemlich peinlicher Auftritt meinerseits (danke Phillip, für die Aufklärung bezüglich Langlauf- und Wettkampfskier), doch daraus ist das Interview mit ihm und Simon Messner entstanden, ergänzt durch ein Portfolio von ihren alpinen Unternehmungen. ... ...
editorial. 4/16
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So werden Sie in dieser Ausgabe den angekündigten zweiten Teil der DAV-Hallenstudie 2015 nicht finden, wir haben ihn auf unser Frühlingsheft verschieben müssen. Ansonsten erwarten Sie der Jahreszeit entsprechend viele Winterthemen, aber - wie versprochen - nicht nur. Ich möchte mein Editorial jetzt dazu missbrauchen, etwas loszuwerden: „Es hat vier Tote durch gerissene Dyneema-Bandschlingen gegeben! Weißt du mehr?“ Innerhalb einer Woche bekam ich viele Anrufe ...
editorial. 3/16
Als Redakteur von bergundsteigen stelle ich mir bei jeder Ausgabe die Frage, ob man denn aus den unterschiedlichen Beiträgen auch tatsächlich etwas lernen kann, ob sie ausreichend spannend oder zumindest einigermaßen unterhaltsam sind? Dabei bin ich mir natürlich der Tatsache bewusst, dass es wohl niemanden gibt, der an allen Texten Gefallen findet. Vielen Beiträgen und den darin enthaltenen Ideen gibt man nicht einmal eine Chance, da das Thema als anstrengend, unnötig, langweilig oder zu theoretisch abgetan wird. ...
editorial. 2/16
An dieser Stelle habe ich schon öfters erwähnt, dass die Arbeit an bergundsteigen vor allem deswegen Freude macht, weil wir das Privileg haben, mit tollen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen. Peter Schatzl war ein solcher. Er ist Ihnen als Autor u.A. von der vergangenen Ausgabe her bekannt, und umso betroffener sind wir von seinem tödlichen Alpinunfall. Wie auch Sie, falls Sie nur lange genug im Gebirg unterwegs sind, sind wir es leider gewohnt, mit solchen Unfällen konfrontiert zu werden und stecken das eigentlich recht locker weg. Außer …, außer wir sind persönlich betroffen oder es ist für uns entsprechend ...
editorial. 1/16
Das Zusammenkommen mehrerer Ereignisse ist gerne der Auslöser neugierig zu werden und Dingen nachzugehen. Zuerst bekamen wir im letzten Frühjahr einen Bericht von zwei Bergsteigern gemailt, die am Wiesbachhorn in eine Spalte gestürzt sind und dort 22 Stunden auf ihre Rettung gewartet haben. Dieser Unfall hat über die Grenzen Salzburgs hinaus Wellen geschlagen und wie gewohnt wurde diskutiert und besser gewusst. Im Freundeskreis, im Netz und vor Journalisten. Etwas später musste ich mich im Rahmen eines Gutachtens mit der Alarmierung der Rettungskette ...
editorial. 4/15
Anfang November fand in Innsbruck das Alpinforum statt, bei dem bergundsteigen Partner ist. So waren einige Autoren dieser Ausgabe Vortragende. Darunter auch der Südtiroler Bergführer Michi Andres, der sich - wie im abgedruckten Text „Wir haben uns verfahren“ - Gedanken über die Vereinfachung „Gefahrenstufe & Hangneigung“ zur Beurteilung der Lawinengefahr machte. Eine Kritik an den probabilis-tischen Methoden und der großen Bedeutung der regionalen Gefahrenstufe. Nichts Neues, aber Michi ist einer der wenigen Bergführer, der diese Kritik öffentlich kundtut und sich der Diskussion stellt.. ...
editorial. 3/15
Für „im Gespräch mit ...“ haben wir in dieser Ausgabe Heinz Zak interviewt. Sie werden Heinz kennen, als Kletterer, Fotograf, Vortragenden oder Autor von Foto- und Lehrbüchern. Auch für bergundsteigen hat er mehrere Beiträge verfasst und regelmäßig diskutieren und streiten wir mit ihm. Letzteres im positiven Sinn, denn Heinz sagt seine Meinung recht klar - wir auch, und so sind solche Treffen nie langweilig und recht fruchtbar. Überfällig also, ihn in unserer Rubrik näher vorzustellen. Auch Peter Brandstätter ist kein Unbekannter und seit Jahrzehnten im Gebirg unterwegs. ...
editorial. 2/15
Einen so kurzen Abstand zwischen zwei bergundsteigen-Ausgaben hatten wir noch nie. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern und bin erleichtert, dass wir nun wieder auf Kurs sind. Zumindest, was die Erscheinungstermine betrifft, hier haben wir die Verspätung der letzten Ausgabe #90 aufgeholt. Der Grund dafür waren einige Änderungen am Erscheinungsbild unserer Zeitschrift (Format, Untertitel, Layout usw.), die von unseren Abonnenten - das wären jetzt Sie - sehr wohlwollend aufgenommen wurden. Ich möchte mich an dieser Stelle im Namen meines Teams bedanken ...
editorial. 1/15
Neue Titelseite, breiteres Format, andere Schrift. Was ist passiert? Nichts ist passiert, aber viel ist geschehen. Ich muss ausholen: Angefangen hat alles vor Jahren, genau mit der Ausgabe 4/99, als der Untertitel von „Zeitschrift für Touren- und Jugendführer im Alpenverein“ geändert wurde in „Zeitschrift für Risikomanagement im Bergsport“. Das war neu und ungewöhnlich. Werner Munter sorgte damals mit seiner Reduktionsmethode für Furore und führte damit auch den Begriff des „Risikomanagements“ in den Bergsport ein. Apropos „Bergsport“. Damals war es übrigens sehr gewagt ...
editorial. 4/14
Das „Risikosymposium“ des DAV am 9./10. Oktober in München, das „Alpinforum“ des Österr. Kuratoriums für Alpine Sicherheit am 15. November in Innsbruck und das „Kletterhallentreffen“ des DAV am 22. November in Darmstadt. Drei hochkarätige Veranstaltungen, welche bergundsteigen im Herbst besucht hat. Obwohl thematisch und konzeptionell komplett unterschiedlich, ging es immer auch um Risiko & Sicherheit, um Freude & Elend und darum, wer jetzt eigentlich was tun soll oder darf oder muss. Nichts „Neues“ also. Auffallend aber, dass Bewegung in die Szene zu kommen scheint - endlich ...
editorial. 3/14
4:59, 2:50 und gestern 3:44. Das könnten die Aufbruchzeiten eines Westalpenführers sein. Tatsächlich sind es die Arbeitszeiten eines Bergführers. Genauer der Zeitstempel der letzten Mails, die ich von unserem Autor Helli Steinmassl, erhalten habe. Neben Bergführer-Job und Familie hat er sich die Zeit gestohlen, für diese Ausgabe den Beitrag zur Höhlenrettung im Riesending zu schreiben. Im Sinne von „was machen andere“ und „über den Tellerrand hinausblicken“ wollte ich unbedingt einen Beitrag über diese Rettung bringen, über welche die Medien ...
editorial. 2/14
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Am Berg, im echten Leben und auch, was die Themen von bergundsteigen betrifft.Die Meldung, dass am 18. April diesen Jahres im Khumbu-Eisbruch eine Eislawine niederging und mindestens 16 Sherpas verschüttete, schaffte es bis in unsere Hauptnachrichten. Zig Expeditionen befanden sich im Everest-Basislager und waren betroffen. Vom Tod der Einheimischen und vom Aus ihres Gipfeltraums, nachdem die anderen Sherpas ihre Arbeit am Everest niedergelegt hatten. Am höchsten Berg der Welt stehen. ...
editorial. 1/14
Das Editorial zu schreiben, macht manchmal mehr und manchmal weniger Freude. Diesmal stresst es mich etwas, weil ich eigentlich schon auf dem Weg zu unserer Grafikerin sein sollte – Endkorrektur dieser Ausgabe 1/14. Morgen startet der Druck und einiges möchte noch erledigt werden. Aber das Wetter war zu schön und die vergangenen Tage ideal zum Schitourengehen. Und so waren heute frühes Aufstehen und einige tolle Hänge einfach notwendig. Und ich jammere nicht mehr über die aperen Berge vor meiner Haustüre (rund um Innsbruck, wo es übrigens auch nicht sooo ...
editorial. 4/13
Gestern hat es geschneit und ich habe Sie belogen. Im letzten Editorial habe ich Ihnen für diese 4er-Ausgabe den Bericht über das Urteil des LGH-Innsbruck in Sachen KST-Set-Bruch angekündigt. Der kommt nicht. Wieder verschoben. Aber he, es hat geschneit. Deswegen hoffe ich auf Nachsicht, denn die Winter- themen dieser Ausgabe passen ohnehin besser (falls es die nächsten Wochen weiter kalt bleibt und es Niederschlag gibt). Bernhard Zenke von der Lawinenwarnzentrale Bayern wird mit „Grenzen des Lawinenlageberichtes“ Freunde der probalistischen Entscheidungsfindung spätestens ...
editorial. 3/13
Das 3er-Heft bleibt jedes Jahr spannend. Weil Urlaubszeit ist und alle lieber draußen spielen als vor dem Rechner zu hocken. Besonders unsere Autoren. Und noch mehr bei so tollen Verhältnissen und einem Wetter wie diesen Sommer. Ich hoffe, auch Sie haben im Gebirg Ihre Freude gehabt. So ergibt es sich, dass der eine versprochene Artikel doch nicht fertig wird oder eine wichtige Informationsquelle nicht erreichbar ist. Macht aber nix, denn dafür ergeben sich andere tolle Beiträge. Zufällig und ungeplant, wie der von Thomas Lammel. Letztendlich sind zwei Artikel daraus geworden, doch beide haben eines gemein ...
editorial. 2/13
Doch zuerst: Lieber Bruno Hasler, ich habe die Daumen gehalten für das Schweizer Eishockey-Team. Ich habe mit dir gefiebert, dass euer Team ungeschlagen den WM-Titel holt. Aber es hat nicht sein wollen und Silber ist auch grandios!Beim Bergsteigen können wir auch verlieren. Manchen von uns wird das brutal gezeigt. Wenn Kunden, wenn Freunde verunfallen, wenn Verletzungen geschehen, wenn ein Mensch nicht mehr zurückkommt.In einer solchen Situation sind Unterstützung und Hilfe gefragt. Im ehrenamtlichen und professionellen Führungsbereich gibt es die immer mehr. Die alpinen Vereine sind ...
editorial. 1/13
Der Tragödie zweiter Teil, ein neuerlicher Rückruf von Klettersteigsets - diesmal sind jene mit Reibungsbremsen und starren Lastarmen dran - ist ein Grund, warum Sie die erste bergundsteigen-Ausgabe 2013 verspätet bekommen. In „Schon wieder Klettersteigsets“ berichten Flo Hellberg und Sophia Steinmüller über die Hintergründe. Doch seien Sie vorgewarnt, in einer der nächsten Ausgaben wird es noch mehr dazu geben. Stichwörter: Verleih, Ablagefrist & werkenntsichjetztnochaus. Gemeinsam mit der illustren Autorenrunde Funk, Schwiersch & Semmel hat Flo auch den zweiten Teil ...
editorial. 4/12
bergundsteigen Nummer vier ist unsere Winterausgabe, richtiger gesagt Lawinenausgabe. Diesmal wieder und es passt zur verschneiten Winterlandschaft vor meinem Fenster. Ein vielversprechender Winterbeginn. Hoffen wir, dass es mit dem Schneefall so weitergeht. Und dass es gut anläuft, mit dem neuen Schweizer Bulletin, von dem Kurt Winkler berichtet. Auf dass mit den Infos des Lageberichtes das aktualisierte Stop or Go - darüber schreibt Michael Larcher - ausprobiert wird und wir unser Risiko im Gelände so wahrnehmen, wie es das bewährte Autorenteam Kristensen/Genswein/Munter vorschlägt ...
editorial. 3/12
Und dann war es da. Das K-Thema. Falsch, präsent war es die letzten Jahre schon immer. Aber subtiler, es konnte darüber geschmunzelt werden; es eignete sich grandios zum Sich-darüber-Aufregen, um dann mit einem versöhnlichen „aber egal“ zur Tagesordnung überzugehen. So wie wir es ab und zu gerne haben, nicht nur am Küchentisch in der Hütte. Vom ersten tödlichen Unfall aufgrund eines gebrochenen Lastarmes, geschehen im Frühjahr in Frankreich, erfuhren nur wenige; über den zweiten, im Sommer in Tirol, berichtete die Tagespresse. Kaum vorstellbar: Nach einem Sturz rissen gar beide Lastarme. ...
editorial. 2/12
Neben Kritik und Lob und gesteigerten Abozahlen freut mich vor allem die Arbeit mit unseren Autoren; die zum Vergnügen wird, wenn zB Klaus Haselböck in dieser Ausgabe sein Insiderwissen über den Alpinjournalismus preisgibt oder Ingeborg Schmid-Mummert ihre Rechercheergebnisse zum Thema „Profibergsteigen früher“ in einen Beitrag packt. Beide Themen ergänzen sich wunderbar und werden abgerundet, mit einem Blick auf den heutigen Spitzenalpinismus. David Lama war im Lande und hatte Zeit, doch weil ohnehin schon überall über seine freie Cerro Torre-Begehung geschrieben wurde ...
editorial. 1/12
Was für ein Winter!* Jeder von uns hat in den letzten Wochen seine Spuren in Abfahrten hinterlassen, die seit Jahren nicht mehr machbar waren. Es gibt ihn also doch noch, den richtig fetten Schnee vor der Haustüre. Ein Geschenk für uns Schibergsteiger. Und gleichzeitig eine echte Herausforderung zum Beurteilen: unglaubliche Niederschlagsintensitäten, extreme Kälteperioden, Tauwetter, stürmische Winde - alles hat es gegeben. Ebenso wie die gewohnte mediale Geilheit nach Lawinenunfällen. Doch heuer war diese - zumindest in Österreich - unerträglich, geradezu bizarr. ...
editorial. 4/11
Munter, Würtl, Genswein, Harvey, Nairz und Schweizer sind die Autoren dieser Ausgabe. Alles alte Hasen. Bekannt und geschätzt in ihren Fachgebieten. Pensionist Munter hat sich - nachdem er als ber(g)sönlichkeit Rede und Antwort gestanden ist - aufgerafft, um die verflixten Worte für den letzten Absatz seines Textes über die Rolle des Zufalls bei der Lawinenauslösung zu finden. Weniger philosophisch geht es bei Würtl/Bilek zur Sache, wenn sie aktuelles Zahlenmaterial zum Traumatod in der Lawine liefern. ...
editorial. 3/11
In dieser Herbstausgabe von bergundsteigen lesen sie nichts über die Neuheiten von der Ausrüstungsfront; über die ultimativen Innovationen die auf der jeden Juli statt findenden größten Outdoormesse einem staunenden Fachpublikum präsentiert werden. Ich habe diese Messe, wie auch die entsprechende Wintermesse davor usw., nicht besucht; ich bin niemanden abgegangen, was wenig überrascht. Und ich haben bis heute meinerseit auch keine Entzugserscheinungen feststellen können. Das einzige schade, wenn man solche Veranstaltungen schwänzt, ...
editorial. 2/11
Ein Slackliner auf der bergundsteigen-Titelseite. Auf einer Highline, die in der Stadt über einen Fluss führt. Beton und Graffiti statt Natur und Alpenglühen. Ob mir das schon klar ist, hat mich unsere Grafikerin Christine Brandmaier hingewiesen, dass in unserer „Zeitschrift für Risikomanagement im Bergsport“ nichts von „Berg“ am Titel zu sehen ist. Nein, war es mir nicht; obwohl auch ich als Schreibtischtäter bemerkt habe, dass die Szenerie nicht die Dolomiten sind. Doch Slacklinen ist bei Kletterern beliebt, immer mehr Hütten haben irgendwo fix eine Leine gespannt und alpine Stars wie Potter&Zak ...
editorial. 1/11
Wie angekündigt sind die Themen in dieser ersten bergundsteigen-Ausgabe des heurigen Jahres recht winterlastig. Rechtsanwalt und OeAV-Vizepräsident Andreas Ermacora berichtet, wie es zu einem Freispruch nach einem tödlichen Lawinenunfall bei einer Alpenvereinstour kam, die DAV-Sicherheitsforscher Chris Semmel & Floh Hellberg präsentieren die Ergebnisse einer Studie zur Reproduzierbarkeit des Lawinenlageberichtes und der Leiter der Schitouren-/Lawinenausbildung des österreichischen Bergführerverbandes ...
editorial. 4/10
Die 4er-Ausgabe von bergundsteigen ist das klassische „Winterheft“: Lawine, Schitour und Eisklettern müssen darin Platz haben, denn die nächste Ausgabe ist immer Ende März/Anfang April herausgekommen. Ein Zeitpunkt, wo viele die Nase voll haben vom Schnee.Das möchten wir ändern und so haben wir vor, die kommende Ausgabe # 1/11 (ausgesprochen Zweitausendundelf) Anfang März zu versenden. Quasi zum Höhepunkt der Tourensaison. Dann sind Schitourenthemen immer noch aktuell und wir müssen nicht alles in die 4er-Nummer hineinpacken, sondern können hier auch ...
editorial. 3/10
Diese Ausgabe, die Sie in Händen halten, wurde erstmals in einer Auflage von 20.000 Stück gedruckt. Die 19.500 Exemplare von #2 und #1 dieses Jahres sind restlos vergriffen. Ich bitte unsere neuen Abonnenten - die ich an dieser Stelle ganz herzlich begrüßen darf - um Nachsicht, dass wir diese Ausgaben nicht mehr nachliefern können. Für ein Fachmagazin wie bergundsteigen, welches ausschließlich im Abo erhältlich ist, eine ordentliche Auflage. Immer wieder fragen wir uns, woran es liegt, wenn manche Ausgaben besonders gut ankommen, wenn sie ausverkauft sind oder ...
editorial. 2/10
Was für ein Sommer! Ich wünsche jeder hat Zeit gehabt, das stabile Wetter und die grandiosen Verhältnisse anfangs Juli zu nutzen, um in den Bergen unterwegs zu sein (und ich hoffe, die Schönwetterphase dauert noch wochenlang an). „Klettern, klettern: draußen sein“, meint auch Martin Schwiersch, wenn er sich ab Seite 26 Gedanken über den „Angriff des Hallenkletterns auf den übrigen Klettersport“ macht. Eigentlich wollten wir in dieser Ausgabe nichts anderes mehr zum Hallenklettern abdrucken, doch wie so oft führte der Zufall Regie. Eigentlich wollten wir in dieser Ausgabe nichts ...
editorial. 1/10
Der Winter geht dem Ende zu. Ein Winter, der uns nicht wegen seinem tollen Schnee, sondern wegen seiner Lawinenunfälle in Erinnerung bleiben wird. Die Saison ist noch nicht ganz vorbei, doch die Zahl der Todesopfer ist bereits jetzt höher als im langjährigen Durchschnitt. Eine Bestätigung, dass schneearme Winter mit ihrem schlechten Schneedeckenaufbau „gefährlicher“ sind? Zweifelsohne. Dennoch waren da Lawinenereignisse, die besonders bewegten. Jener im Diemtigtal oder im Val Lasties zählt dazu, wo neben „Freizeittourengehern“ auch Retter ums Leben kamen. ...
editorial. 4/09
Das Editorial für die 4er-Nummer von bergundsteigen zu schreiben ist einfach: Weihnachten & Jahresende bedeuten Wünsche & Rückblick. Blöd nur, wenn sich der Erscheinungstermin verzögert und ein Teil von Ihnen diese Ausgabe erst um Silvester erhält. Weihnachtsgrüße kommen dann nicht mehr wirklich gut an und „rückblicken“ scheint inflationär. Und warum in die Vergangenheit blicken, wenn 2010 vor der Tür steht. Besser Pläne schmieden und beginnen zB jene Maßnahmen umzusetzen, welche uns Kusi Müller, Bergführer und Zivildiener vom SAC, auf Seite 11 vorschlägt. ...
editorial. 3/09
Die 3er-Ausgabe von bergundsteigen gestaltet sich jedes Jahr wieder recht spannend. Einfach deswegen, weil die meisten unserer Autoren, Fotografen und Redakteure schwer zu erreichen sind. Sie sind weltweit unterwegs wie zu keiner anderen Jahreszeit, denn im Juli und August - und in diesen beiden Monaten wird bergundsteigen #3 produziert - ist Hauptsaison zum Führen und zum Urlauben. Aus diesem Grund gibt es diesmal zB keine Leserbriefantworten von Renate Kirmeier auf Zuschriften bezüglich ihres Beitrages in der 2er-Ausgabe ...
editorial. 2/09
Die 2er-Ausgabe in Ihren Händen ist unsere „Sommer“-Nummer. Verlangen Werbeagenturen eine Themenliste - was regelmäßig vorkommt - dann werden sie von mir mit dem Hinweis auf die Jahreszeit vertröstet: Alpines Klettern, Wandern, Hochtour, Sportklettern, eine Themenliste haben wir nämlich nicht. Dafür sind wir offen für Aktuelles, wie etwa den Fotos, die uns Chris Semmel von seinem Bergführerspezl Eduard Koch gemailt hat. Dieser war Anfang April mit Klienten auf der Wildspitze unterwegs, als er zufällig einen Wechtenbruch fotografierte. ...
editorial. 1/09
Was für ein Winter! Schon früh beste Verhältnisse im Eis und dann Schnee im Überfluss. In manchen Gebieten zuviel. Für Tourengeher und Variantenfahrer ein Traum, die Schneemassen versprechen eine lange Saison. Grund für uns, auch in der „Frühjahrsausgabe“ von bergundsteigen noch einige Schneethemen zu bringen: etwas Statistik aus Österreich zum Unfallgeschehen auf Schihochtour von Hanno Bilek und Hans Ebner (an dieser Stelle Dank für die tolle Zusammenarbeit mit der Alpinpolizei und ihren Bergführern) ...
editorial. 4/08
Nachdem gerade mein 50ster Jahresring anzuwachsen beginnt, ist der Zeitpunkt gut gewählt: Als Chefredakteur von bergundsteigen sage ich mit diesem Editorial auf gut tirolerisch „pfiat enk", als einfacher Redakteur „griaß enk". Mit dieser Ausgabe übernimmt mein Mitarbeiter Peter Plattner die redaktionelle Verantwortung über das Sicherheitsmagazin der Alpenvereine - und damit künftig auch den Titel „Chefredakteur" (Ich hoffe, er kann den Zauber dieser Funktionsbezeichnung ein wenig genießen und auch an ihr wachsen.) Ich erinnere mich noch gut an jenen Tag im Jahre 1995, ...
editorial. 3/08
Der Auftrag beim Sichern von Einseillängenrouten ist einfach und klar: So lange sichern, bis der Kletterer wieder auf dem Boden steht! Trotzdem werden nicht weniger als fünf Kletterunfälle in den Ausgaben 3/07 und 4/07 von bergundsteigen geschildert. Das gibt mir sehr zu denken. Zwei Tatsachen beschäftigten mich dabei vor allem: Vier von fünf Unfällen sind beim Sichern mit dem Tuber passiert und die Urteile bei den Prozessen zu den Unfällen sind sehr unterschiedlich ausgefallen....
editorial. 2/08
Das Jahr 2007 war in vieler Hinsicht ein gutes Jahr: neue Routen wurden eröffnet, schwierige Touren wiederholt, hohe Gipfel bestiegen, alte Rekorde gebrochen, Grenzen wurden - mit und ohne technische Hilfsmittel - verschoben. ...
editorial. 1/08
Das Jahr 2007 war in vieler Hinsicht ein gutes Jahr: neue Routen wurden eröffnet, schwierige Touren wiederholt, hohe Gipfel bestiegen, alte Rekorde gebrochen, Grenzen wurden - mit und ohne technische Hilfsmittel - verschoben. Sowohl von bekannten, routinierten Persönlichkeiten, aber auch von jungen, ehrgeizigen Talenten mit weit geringerem Bekanntheitsgrad. In allen Disziplinen auf der alpinen Spielwiese wurde mit Fleiß und Hingabe - mit mehr oder weniger medialer Resonanz - Großartiges geleistet, wurden Erfolge von internationalem Niveau erzielt. ...
editorial. 4/07
10 Jahre Reduktionsmethoden. 1997 erschien Werner Munters „3 x 3 Lawinen". Meine Begeisterung damals mündete in den Artikel „Die Risikoformel. Das Missing Link in der Lawinenkunde?" Das Fragezeichen hinter dem Untertitel würde ich heute weglassen und überlegen, mit einem Rufezeichen zu schließen. In „Die Logik des Gelingens" dürfen wir den Meister auch in dieser Ausgabe begrüßen. Munter formuliert die wichtigsten Grundlagen - neu, brillant, kompakt - und er verschafft uns einen Überblick über die verschiedenen Reduktionsmethoden, ...
editorial. 3/07
Am 12. Juli 2007 ereignete sich an der Jungfrau ein folgenschwerer Bergunfall. Zwei aufsteigende Dreierseilschaften stürzten wenig oberhalb des Rottalsattels mehrere Hundert Meter ab, sechs Personen kamen dabei ums Leben. Die Verunglückten waren junge Angehörige der Schweizer Armee, die sich auf einer Anwendungstour gegen Ende ihrer mehrmonatigen Gebirgsausbildung befanden. Die restlichen acht Gruppenmitglieder, darunter auch die zwei betreuenden Bergführer, blieben unverletzt ...
editorial. 1/07
Zwei Österreichische Extrem-Bergsteiger, beide Bergführer und beide, neben anderen herausragenden Begabungen, Eiskletter-Spezialisten - der eine dreifacher Weltmeister in dieser Disziplin, der andere ein Meister damals, als Eisfallklettern begann, sich in der heute bekannten Form zu etablieren - erreichen wir mit dieser Ausgabe nicht mehr. Nicht Unfallanalysen oder Nachrufe sollen Gegenstand dieses Editorials sein. Mich beschäftigt das Merkmal "extrem" als Ausprägung einer Leidenschaft in Sportarten, in denen Scheitern Sterben bedeutet und nicht - wie beim Stabhochsprung ...
editorial. 4/06
Der Wirtschaft geht es zurzeit so gut wie schon lange nicht mehr. Dies wirkt sich auch positiv auf die Trekking- und Expeditionstätigkeiten aus. Bergsteigerreisen auf den Kilimanjaro, den Aconcagua oder sogar auf einen 8000er boomen. Wer solche Reisen unternimmt, dem sind Begriffe wie akute Höhenkrankheit, Höhen-Lungen- und Höhen-Hirnödem bekannt - ebenso Medikamente wie Acetazolamid (zB Diamox®), Nifedipin (zB Adalat®) oder Dexamethason (zB Fortecortin®). Erstere werden vielfach prophylaktisch gegen Höhenkrankheiten eingenommen. ...
editorial. 3/06
Im Grunde, sagte Erich Kästner, sei das gesamte Leben lebensgefährlich. Einem Bonmot zufolge beginnt es mit dem äußerst Risiko behafteten Vorgang der Geburt und führt mit hundertprozentiger Sicherheit zum Tod. Zwischen diesen beiden Ereignissen wird man mehr oder weniger gefährlich leben. Und vielleicht auch bergsteigen. "Der große Räuberhauptmann Mattis sah eines schönen Tages ein - wie sehr es ihm auch missfiel -, dass die Zeit gekommen war. "Lovis", sagte er zu seiner Frau, "unser Kind muss lernen, wie es ist, im Mattiswald zu leben. Lass Ronja hinaus!" ...
editorial. 2/06
Wie es wohl wäre, wenn Petzl, Mammut und Vaude ihre Werbeanzeigen und Produkte gut sichtbar mit der Aufschrift "Bergsteigen kann tödlich sein" bedrucken müssten. Oder wenn GLOBETREK, die Bergsteigerschule des OeAV oder der DAV Summit Club auf den Titelseiten ihrer Kataloge diese Warnung drucken müssten? Auslöser dieser abwegigen Gedanken waren großflächige Plakatanzeigen, die meine tägliche Busstrecke zum Arbeitsplatz flankieren. Werden diese von mir normalerweise nur dann (das bilde ich mir zumindest ein) wahrgenommen, ...
editorial. 1/06
Der August 2005 wird uns Schweizern - und sicherlich auch vielen Deutschen und Österreichern - noch lange in Erinnerung bleiben. Nach tagelangen Intensivniederschlägen steigen die Voralpenbäche zu reißenden Flüssen an, verlassen an vielen Stellen ihr angestammtes Bett und richten erhebliche Schäden an Infrastrukturen und Kulturland an. Der Pegel vieler Seen steigt auf Rekordhöhe und übertrifft mancherorts sogar die historischen Aufzeichnungen. Viele Berghänge werden instabil, geraten in Bewegung, Murgänge ...
editorial. 4/05
So manch eine "Wahrheit" stellt sich im Laufe der Zeit als falsch heraus. So wie eine große deutsche Tageszeitung damit wirbt, dass - entgegen der üblichen Meinung - Kaffee nicht den Körper entwässert und das Lesen im Dunkeln nicht dem Augenlicht schadet, so müssen auch im Bergsport immer wieder "Wahrheiten" hinterfragt und nötigenfalls revidiert werden. Genau wie Spinat eben doch nicht viel Eisen enthält und Graubrot doch nicht gesünder ist als Weißbrot, so sind "Klebehaken" - oder besser Verbundhaken - ...
editorial. 3/05
Kennen Sie den: “Da treffen sich ein Schweizer, ein Deutscher und ein Österreicher ...” - Ja! Ok - für Witze ist auf dieser knappen Seite drei ohnedies kein Platz. Dafür aber für zwei neue Logos auf der Titelseite - Sie haben es schon bemerkt? Der Deutsche Alpenverein, der Schweizer Alpenclub SAC und der Österreichische Alpenverein sind ab sofort gemeinsam Herausgeber von bergundsteigen. Ein schöner Erfolg! Bergundsteigen gewinnt damit geradezu europäisches Format - immerhin repräsentieren diese drei alpinen Vereine mehr als 1 Million Mitglieder: ...
editorial. 2/05
Kennen Sie diese Situation? Während Sie erst vor wenigen Jahren jeder noch so unscheinbaren Felswand ein Abenteuer abtrotzten und Ihre Angehörigen mit den verwackelten Bildern in die Verzweiflung trieben, bevorzugen Sie heute gut abgesicherte alpine Klettertouren. Vielleicht gehen Sie aber noch lieber zum Sportklettern in den Klettergarten oder überhaupt in die Halle? Obgleich sich Ihr Material und Ihre Ausbildung ständig verbessert haben und Ihr Kletterniveau so hoch ist wie nie zuvor, ist Ihr Aktionsradius immer enger geworden. ...
editorial. 1/05
einen bemerkenswerten Kommentar lieferte kürzlich Helmut Pechlaner, der Direktor des Schönbrunner Tiergartens im Fernsehen. Nachdem der Elefantenbulle Abu seinen Pfleger erdrückt hatte, meinte Pechlaner in einer allerersten Stellungnahme, dass unser Leben "eben in Gottes Händen liege" und niemand wisse, wann es zu Ende ist Bemerkenswert war dieser Kommentar, weil unerwartet. Die offizielle Stellungnahme in einer solchen Situation arbeitet mit Begriffen wie "auch bei aller Vorsicht bleibt immer ein Restrisiko" ...
editorial. 4/04
Neulich wurde in einem Tiroler Unternehmen eine "Arbeitsanweisung für die Erstellung einer Arbeitsanweisung" ausgegeben. Fein, dass sich da jemand für Alle Gedanken macht - auch für jene, die sich eigentlich selbst Gedanken machen sollten. Alljährlich zu Winterbeginn häufen sich bei mir Anfragen rund ums Thema Skitour. Erwartet wird meist eine Auskunft in Form von Regeln, Vorschriften und Normen. Nach dem Motto: was muss ich tun, was darf ich nicht tun, was passiert, wenn ich's trotzdem mache. Intern entschieden wir, unserer Linie - und der von bergundsteigen ...
editorial. 3/04
"Wenn etwas einmal passiert, so mag es Zufall sein. Passiert etwas zweimal, so ist es eine Frage. Passiert aber etwas dreimal, so handelt es sich um eine Antwort!" Dieses Zitat, das angeblich der Hollywoodschauspieler und leidenschaftliche Rennfahrer Paul Newman prägte, spiegelt einen Umstand wider, der auch im Alpinismus seine Gültigkeit besitzt Nämlich jenen, dass zwar immer etwas passieren kann, es sich aber bei häufiger Wiederholung eines Vorfalls nicht um Zufall handelt - ...
editorial. 2/04
1994 sprach ein Gericht des Staates Neu-Mexiko der 81-jährigen Stella Liebeck 2,9 Millionen Dollar zu, weil sie sich Verbrennungen dritten Grades an Beinen, Geschlechtsteilen und Hinterbacken zugezogen hatte, nachdem sie eine Tasse Kaffee von McDonalds über sich verschüttet hatte. McDonalds hatte es verabsäumt, auf die Tatsache hinzuweisen, dass der Kaffee heiß sei und man sich damit verbrennen könne Dieser Fall löste den (undotierten) "Stella Liebeck Award" aus. Verliehen wird er der Person, die im jeweils vergangenen Jahr den frechsten Schadenersatz ...
editorial. 1/04
Diesmal zu Beginn eine kleine Lektion in Sachen Tourenplanung: Da man meiner Frau alpine Kompetenz zuschreibt, konnte Sie die Bitte jenes Jugendleiters nicht abschlagen, der mit gleich 60 Kindern zwischen acht und zehn Jahren einen Rodelausflug ins Karwendel plante. Ein ganz schöner Haufen also, den es da zu bewachen galt. 400 Höhenmeter rauf, zwei Kilometer horizontal, das ergab nach unserer Faustformel eine Stunde fürs Bergauf, ein halbe fürs Waagrechte, in Summe also eineinhalb Stunden - ohne Pausen. Kein Problem. ...
editorial. 4/03
Sehr dankbar sind wir Martin Schwiersch, der in dieser Ausgabe die Themen Missgeschick und Fehlerfreundlichkeit erneut aufnimmt und aus dessen Beitrag ich einen Satz vorwegnehme, der mich betroffen gemacht hat: Schwiersch zitiert dort Jasper Hunt, der darauf hinweist, dass der nicht aufgearbeitete Unfall, aus dem nicht gelernt werden kann, ethisch inakzeptabel ist, weil so verhindert wird, dass der Unfall über das Unfallereignis und die betroffenen Personen hinaus Sinn stiften kann ...
editorial. 3/03
Riesige Gletscherspalten, von denen man bisher gar nicht wusste, dass sie existieren, weit offene Bergschründe, die so manchen An- und Abstieg erschwerten und den Zeitplan gehörig durcheinander bringen konnten, Firngrate und Flanken, die als solche nur mehr in der Alpenvereinskarte zu erkennen waren und zu äußerst morschen Gebilden mutierten, Eisflanken mit Steinen gespickt, die so steil eigentlich gar nicht liegen bleiben dürften. Der Rekordsommer bescherte uns auch eine eindrucksvolle Blitzstatistik. 210.000-mal zuckte es bis September. Ein gutes Jahr also für unsere ...
editorial. 2/03
Beim Wechsel von der Kletterhalle ins alpine Umfeld ist - natürlich neben den Zwischensicherungen - der Standplatz das zentrale Thema, das besonders beim Sturz des Vorsteigers in den Mittelpunkt rückt. Die Sportkletterbewegung hat mit verbesserten Trainingsmethoden und vor allem mit verbesserten Trainingsmöglichkeiten das allgemeine Leistungsniveau ohne Zweifel markant nach oben verschoben.Der Umstieg allerdings, von perfekt präparierten "Kletterpisten" auf die "freie Kletterwildbahn", ..
editorial. 1/03
bergundsteigen hat sich verändert. Neue Farben und neues Layout bringen frischen Wind in unser inzwischen international erfolgreiches Magazin. Und es machte wahnsinnig Spaß: mit unseren neu entdeckten Grafikerinnen die Entwürfe zu diskutieren, über den Zusammenhang von Form und Inhalt zu philosophieren, über schlechtes Design zu schimpfen, den oft schmalen Grat zwischen kunterbuntem Schnickschnack und formaler Stimmigkeit zu erkennen (und zu begründen) und ein grafisches Leitbild für bergundsteigen zu entwickeln...
editorial. 4/02
„Nach fast zwei Wochen schönem aber kaltem Winterwetter fing es gestern Mittag an zu schneien, über Nacht fielen zwischen 25 und 30 cm Neuschnee, der Wind bläst, es ist saukalt, die Sicht ist zeitweise gleich Null. Meine Spur verläuft an einem schwach ausgeprägten Geländerücken, die Hangneigung ist, soweit ich das bei dieser Sicht abschätzen kann, gerade noch vertretbar. Mein Gast tut sich schwer mit Spitzkehren, und so komme ich manchmal mit meiner Spur gefährlich nahe an die „Demarkationslinie” des angrenzenden Steilhanges heran ...
editorial. 3/02
es ist Montag und der Autor dieser Seite drei steht noch ganz unter den Eindrücken von Future of Mountain Sports. Erstmals in der Geschichte des Bergsports wurde mit diesem Kongress das Experiment gewagt, die grundlegenden Werte für das Wandern, Klettern und Bergsteigen zu formulieren und Leitlinien für das Verhalten in allen Bereichen des Bergsports zu beschließen. Nun, das Baby ist auf der Welt und sein Name ist Tyrol Declaration...
editorial. 2/02
Stephen Spielberg liefert uns das Bild: Ein unersättlicher T-Rex, der Angst und Panik verbreitet. Den verschreckten Jurassic-Leuteln bleibt nur eine Chance, nicht in sein Gebiss zu geraten – sie dürfen sich nicht bewegen! Denn der hungrige Jäger sieht nur Bewegungen und sonst nix.So ein Drache treibt auch in unserer Gesellschaft sein Unwesen, und aucher hat mächtig Hunger. Moderne Drachen brechen nicht einfach brüllendaus dem Gebüsch (ist ja ohnehin großteils der Flurbereinigung zum Opfergefallen). Sie betreiben zeitgeistig Marketing. ..
editorial. 1/02
Wie ein roter Faden - adäquat dem Bergseil auf Gletschertouren - befasst sich dieses Heft mit verschiedenen Themen, die bei Schihochtouren im vergletscherten Bereich über Sein oder Nichtsein entscheiden. „Sein“ allein auf dem Eis ist zu wenig. Man(n) oder Frau muss wissen, in welcher Position, an welchem Ort man sich befindet, wenn Schneefall und Nebel die Orientierung erschweren. Dabei spielt es keine Rolle, ob man mit antiker Kreativität, sprich mechanischem Höhenmesser undklassischer Bussole (Kompass) seinen Weg findet, oder ob man elektronisch ...
ditorial. 4/01
Werner Munter hat‘s geschafft. Die „Neue Lawinenkunde“, die bald ihren fünften Geburtstag feiert, sickert allmählich in die Windgangeln der Bergsteigergehirne und verändert langsam, ganz langsam unsere Sicht. Ein Zurück ist nicht mehr möglich. Teams in verschiedenen Alpenländern nehmen den strategischen Ansatz auf und feilen am Design, an Limits, Standardmaßnahmen und methodischen Konzepten. Ein kritischer, konstruktiver Wind fegt durchs Gebirg‘ und mit jedem Winter wird die Sicht auf das neue Paradigma klarer...
editorial. 3/01
Flugzeuge im Kopf? Unabhängig vom Medium verspürt man als Verfasser eines Editorials in diesen Wochen die seltsame Verpflichtung, die Ereignisse in den USA zu thematisieren. Sie als Leser können beurteilen, ob diese Erwartung tatsächlich besteht oder nur im Kopf des Chefredakteurs. Erwartung oder eigener Anspruch – wie auch immer, ich habe beschlossen, diesem Druck standzuhalten und daher müssen Sie auf eine tiefsinnige Analyse des gegenwärtigen Weltgeschehens verzichten. ...
editorial. 2/01
wen würden Sie hinter Sätzen vermuten wie: „Ich plädiere für ein riskantes Sportverständnis“ - oder: „Sport bewegt sich. Schnell, intensiv und begabt. Sport kennt keine Berührungsängste. Sport ist offen für Neues – auch für Riskantes“ - oder „Sport kann auch ausdrucks- und gefühlvolle Lebensphilosophie sein und muss nicht partout und überall als staatlicher Agent für die Sozialisation Heranwachsender wirken“ - oder „Ich meine, ein riskantes Sportverständnis macht Sport und Sportler zukunftsfit“? ...
editorial. 1/01
Berg&Steigen hat sich in kurzer Zeit als das Magazin und wichtiges Forum für Sicherheitsfragen im Bergsport entwickelt. Dies beweisen auch die Auflageziffern, die fast 10.000 Stück erreicht haben. Über die neuen Abonnenten, darunter alle staatlich geprüften Berg- und Schiführer Österreichs sowie alle Lehrwarte der Naturfreunde, freue ich mich als Sachwalter des Referates Bergsteigen. Mit der Zunahme der Leser ist garantiert, dass Berg&Steigen spannend bleiben wird,wenn sich der neue Abonnentenkreis an den Fachdiskussionen aktiv beteiligt. ...
editorial. 4/00
Meinen Beitrag auf Seite 36 leite ich mit dem Satz ein: „Stop or Go“ ist keine „Neue Lawinenkunde“ und „Stop or Go“ ist auch keine Zauberformel für 100 % Sicherheit (welch maßlose Forderung!). Diese Feststellungen waren mir wichtig, angesichts der Inflation, die der Begriff „Neu“ heute erlebt, und angesichts der kollektiven Sehnsucht (ich ertappe mich selbst immer wieder dabei) nach absoluten Sicherheiten und Heilversprechungen. Menschen sterben, wir sterben, Sie sterben, ich sterbe: an Herzinfarkt, Altersschwäche, Krebs,...
editorial. 3/00
Zwischen Wagnis und Verzicht liegt die schmale, unsichere Gratwanderung des Abenteuers. Im Handlungsbereich des Bergsports sind die Gefahren des Abenteuers sehr oft mit Gefahren für das eigene und das Leben anderer verbunden. Speziell die unter Jugendlichen verbreitete Einstellung „no risk - no fun“ bezeichnet deren hohe Affinität zu gefährlichen Situationen, die vor allem in Trendsportarten gesucht werden. Statistisch gesehen ist die Unfallrate bei den alpinspezifischenTrendsportarten. ...
editorial. 2/00
1300 Tiroler Bergsportführer, 90 Kärntner Bergführer, 120 Tourenführer aus Südtirol und weitere 800 Abonnenten dürfen wir – ein Heft verspätet, pardon – sehr herzlich in unserer Leserschaft begrüßen. Vor knapp einem Jahr „öffneten“ wir Berg&Steigen und es war eine gute Entscheidung. Eine Verdoppelung der Auflage, eine Steigerung des Umfanges von 20 (1/99) auf 40 Seiten (1/00) und die rein lautliche Verschiebung von „Mitteilungsblatt“ zu „Zeitschrift“ beflügeln den Geist im Sinne von: was-könnte-dann-da-noch-alles-draus-werden,...
editorial. 1/00
Alpinunfälle bieten Stoff für Schlagzeilen, sind Quotenbringer und beherrschen immer wieder die Titelseiten der Medien. Das Unglück am K2 1986, bei dem mein Amtsvorgänger Hannes Wieser ums Leben kam, und die Toten am Everest 1996 sorgten für weltweites, wochenlanges mediales Echo. Die Lawinenkatastrophe letztes Jahr in Galtür oder der Unfall zu Weihnachten im Jamtal ließen das angeblich sensationslüsterne Publikum in der warmen Stube wohlig erschauern. Wie stark allein die Intensität derBerichterstattung die Wahrnehmung ...
editorial. 4/99
Nach zwei Amtsperioden als verantwortlicher Funktionär des Referates Bergsteigen (1992 bis 1999) sei mir am Ende meiner Tätigkeit ein Rückblick gestattet. Zur Zeit meines Einstiegs war mein hauptamtlicher Partner Robert Renzler noch Präsident der internationalen Wettkampfkletterkommission. So waren mir als aktivem Kletterer von Anfang an die sportlichen Schwerpunkte wichtig. Ich fühlte mich stets als „directeur sportif“ des OeAV. Um für die Wettkampfkletterer Trainingsmöglich-keiten zu schaffen, ..
editorial. 3/99
Die vielen Komplimente, die wir für unser Mitteilungsblatt bekommen, zeigen eindrücklich, wie groß das Interesse an Information rund um das Thema Risikomanagement im Bergsport ist. Und auch, wie groß die Zielgruppe in unserem Land der Berge ist. Und so kam neben Lob auch wiederholt die Anregung, Berg&Steigen nicht nur exklusiv für Bergsportführer im Alpenverein anzubieten, sondern allen Interessierten: Berg&Steigen als Abo.Das ist nun auch beschlossene Sache und mit €11,63 (früher ATS 160,--) für jährlich vier Ausgaben ...
editorial. 2/99
In dieser Ausgabe von Berg&Steigen wird die Aktion „Sicher Klettern“ vorgestellt, deren sichtbarstes Merkmal die Einführung von Kletterscheinen ist. „Kletterregeln, ein Führerschein zum Klettern, noch mehr law and order in den Bergen - nein, danke,“ mag der eine oder andere versucht sein zu antworten.Bei flüchtiger Sicht der Dinge und angesichts der, Gott sei Dank, ad acta gelegten Bestrebungen im Europäi-schen Parlament für Bergsteiger eine Lizenzprüfung einzuführen, kannman solche Bedenken nicht einfach vom Tisch wischen. ..
editorial. 1/99
Ausgabe Nummero 20 unseres Berg&Steigen war nicht mehr davon abzubringen, ihr Outfit etwas aufzufrischen. Das sehr positive Feedback von vielen Tourenführern und Jugendführern zur grundsätzlichen Linie unseres Mitteilungsblattes und viel Lob für die Qualität der Beiträge motivieren zu weiteren Verbesserungen und Modernisierungen. Dazu gehört, daß wir das gesamte Layout sowie die DTP-Arbeit endlichauslagern und - so hoffen wir als unverbesserliche Optimisten - daß diedadurch gewonnenen Energie- u. Zeitreserven endlich zu etwas „stabile-ren“ ...