Immer noch Klettersteige. 2/13
von Peter Plattner, Walter Würtl
In bergundsteigen 3/12 haben wir ausführlich über den ersten, in bergundsteigen 1/13 über den zweiten groß angelegten Rückruf von Klettersteigsets berichtet. Die heurige Eisenwege-Saison steht vor der Türe und da sich einiges getan hat, nutzen Plattner/Würtl die Gelegenheit, sich nochmals Gedanken zum K-Thema zu machen. Nochmals kurz zusammengefasst, was bisher geschah (Details bitte in den erwähnten bergundsteigen-Ausgaben nachlesen):" Im August 2012 stürzt im Klettersteig ...
Der Torre ist überall. 2/13
von Peter Plattner
Haufenweise Menschen am Cerro Torre, Staus am Everest und Andrang auf den Nameless Tower. „Schreib doch was über die aktuelle Leistungsexplosion im hochkarätigen Bergsteigen“, meinte Kollege Haselböck. Mach ich gerne: Der bekannteste österreichische Bergsteiger ist Gerlinde Kaltenbrunner. Alle 14 Achttausender. Zwar Jahrzehnte zu spät um als Spitzenalpinismus zu gelten, aber: total fair und noch dazu Frau ...
Moderne Wetterprognose. 1/13
von Michael Winkler
Es gibt eine Vielzahl von Büchern über das „Wetter im Gebirge“, in Alpin-Zeitschriften wird gerne darüber geschrieben, „Wetterkunde“ gehört zum Standardprogramm bei allen möglichen Alpinausbildungen und es gibt sogar eigene Bergwetter-Kurse. Viele dieser Beiträge und Ausbildungen sind durchaus hochwertig, das Thema ist äußerst interessant und es lässt sich bekanntlich hervorragend darüber plaudern, streiten und schimpfen - für die Praxis am Berg taugt das gewonnene ...
Das neue Schweizer Lawinenbulletin. 4/12
von Kurt Winkler
Das traditionsreiche „Nationale Lawinenbulletin" und die „Regionalen Lawinenbulletins“, Gebietsbeschreibungen wie „Nördlicher Alpenkamm westlich vom Wildstrubel ohne Iffigen" und Telefonband 187 - sie alle sind Geschichte. Für diesen Winter wurde das Schweizer Lawinenbulletin komplett überarbeitet. Kurt Winkler erklärt, was sich verändert hat.Neu hat das Lawinenbulletin immer dasselbe Format und besteht aus zwei Teilen: Einer interaktiven Karte ...
DAV-Bergunfallstatistik. 3/12
von Peter Randelzhofer, Florian Hellberg
Grundlage der DAV-Unfallstatistik sind Unfälle und Notfälle, die die Mitglieder der DAV-Versicherung melden. Anders als bei den Jahresberichten der Rettungsinstitutionen kann man die Unfallzahlen des DAV also auf eine klar definierte Personengruppe beziehen, nämlich auf den Mitgliederstand. Dieses Verhältnis drückt die Unfallquote aus, also die Anzahl der Unfälle und Notfälle geteilt durch die Mitgliederzahl. So berück- sichtigt diese Unfallquote in grober Näherung das Ausmaß ...
Alpinjournalismus. Was ist das. 2/12
von Klaus Haselböck
Mächtig und respekteinflößend sind die Berge, doch würdigen die Medien deren wagemutige Bezwinger seltener als erhofft. Warum ist das so? Aus welchem Holz sind Alpin-Journalisten geschnitzt? Und: Lohnt es sich diesen Traum zum Beruf zu machen. Eine Standortbestimmung. Eigentlich war es eine Weltsensation: David Lama schaffte diesen Jänner gemeinsam mit Peter Ortner die erste freie Begehung entlang der ebenso oft versuchten wie von Mythen umrankten Kompressorroute ...
Achtung Stein. 2/12
von jürg meyer, Thomas Scheiber
Nun kommen noch die Ausstiegsrisse! Nach den – hoffentlich genussreichen – Einstiegsseillängen über das Material unserer Kletterträume, die Alpengesteine, in bergundsteigen #1/11, und dem Teil 2 über die Alpenbildung in Ausgabe #3/11 (mit ein paar kniffligen Seillängen...), präsentieren Jürg Meyer & Thomas Scheiber im letzten Teil ihrer Trilogie einen Überblick über die geologischen Baueinheiten der Alpen. Damit sollte das alpingeologisches Grundwissen dann solide verankert sein ...
Klettersteig. Eine Empfehlung. 2/11
von Walter Würtl, Peter Plattner
Schon wieder etwas über Klettersteige? Tatsächlich haben wir uns immer wieder diesem Thema gewidmet: In den ersten beiden Ausgaben 2007 gab es von Würtl/Ranner Umfangreiches zu Historie, Klettersteigtypen, Schwierigkeitsbewertung sowie Risikofaktoren und –management zu lesen. Chris Semmel analysierte in Ausgabe 3/07 wie ein Gurt bzw. ein Klettersteigset auf einem Eisenweg reißen konnte und sorgte im 3er-Heft 2010 für Aufsehen, als er aufzeigte, ...
Klettersteigsets. Brechendes Rückgrat.. 2/11
von Chris Semmel, Florian Hellberg
Im bergundsteigen 3/10 hat die DAV-Sicherheitsforschung von Dummy-Versuchen am Klettersteig mit leichtgewichtigen Personen berichtet – die Ergebnisse waren einigermaßen alarmierend: Unter 50 kg Körpergewicht bremsen Klettersteigsets so hart, dass lebensgefährliche Verletzungen drohen. Jetzt haben Chris Semmel und Florian Hellberg weitere Messungen durchgeführt und einen Vorschlag zur Änderung der Norm ausgearbeitet. ...
Sicherheit beim Highlinen. 2/11
von Reinhard Kleindl, Roland Entner, Ralph Griehser
Highlinen ist - im Gegensatz zu Jumplinen oder Longlinen (vgl. bergundsteigen 2/09), die erst im neuen Jahrtausend einen rasanten Aufschwung erfahren haben - eine recht alte Geschichte. Scott Balcom überquerte bereits 1985 den Abgrund zum Lost Arrow Spire im Yosemite Valley und vollendete damit die erste Begehung einer alpinen Highline. Dass sich das Highlinen derzeit so stark verbreitet, überrascht nicht: Das benötigte Material ist erschwinglich und geeignete Plätze ...
Achtung Stein 1. 2/11
von jürg meyer, Thomas Scheiber
Der „Fels“ ist das Rohmaterial, aus dem Bergsteiger- und Kletterträume gemacht sind. Er ist entscheidend für die Art der Kletterei, für das Bruch- und Verwitterungsverhalten, für die Ausformung von Graten und Wänden, die Gestalt der Berge. Also von elementarer Wichtigkeit für Kletterer. Und doch wissen die meisten herzlich wenig über ihren „Traumstoff“. Das ist schade und durchaus auch sicherheitsrelevant. Deshalb sind wir froh zwei kompetente Autoren gefunden zu haben, ...
Klettersteigsets und Leichtgewichte. 3/10
von Chris Semmel
Die Diskussion ist alt: „Benötigen Kinder ein spezielles Klettersteigset?“ Seriöse Antwort gab es keine, lediglich gute Argumente in beide Richtungen - allerdings ohne nachvollziehbare Grundlagen. Im täglichen Klettersteig-Alltag ist die Frage von untergeordneter Bedeutung, sind doch keine Unfälle und Verletzungsmuster von Kindern bekannt, bei denen ein Klettersteigset zu hart gebremst hätte. Aber erstens muss nicht immer erst etwas passieren ...
Sommerwetter. 2/10
von Albert Leichtfried
Im Hochgebirge wirken die Kräfte der Natur meist stärker als in flacheren Regionen. Für einen Bergsportler gehört die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit diesen Kräften dazu. Der Wetterbericht ist dabei die Grundlage zur Planung einer Hochtour oder einer alpinen Klettertour. Folgende Zeilen sollen dem Sommer-Bergsportler helfen, seine Touren exakter planen zu können, um diverse Aktivitäten mit einem Lachen im Gesicht ...
Risiken beim Slacklinen. 2/09
von Reinhard Kleindl, Bernhard Friedrich
Obwohl es Slacklinen bereits seit den 70er-Jahren gibt - und das Seiltanzen wahrscheinlich schon immer - muss man das „Slacken“ als sehr jungen Sport sehen, der sich in ständiger Entwicklung befindet. In den letzten Jahren hat sich aber viel an Erfahrungen und auch ersten wissenschaftlichen Arbeiten angesammelt und einige Risiken haben sich klar herauskristallisiert. ...
Karabiner im Slacklineeinsatz. 2/09
von Florian Hairer, Florian Hellberg
Seit einigen Jahren erfreut sich - besonders in der Kletterszene - das „Slacklinen", also das Balancieren auf einem gespannten Flach- oder Schlauchband, einer steigenden Beliebtheit. Dies führt dazu, dass vielfach Klettermaterial zum Spannen der Line verwendet wird. Die Belastungen beim Slacklinen unterscheiden sich allerdings grundsätzlich von jenen beim Klettern. ...
Nachhaltigkeit von Bergsportprodukten. 2/09
von Wolfgang Pohl, Christof Schellhammer
Umwelt- und „Klima“-Schutz liegt Bergsportlern besonders am Herzen. Und sie wünschen sich zur Ausübung ihres Sports „nachhaltige“ Ausrüstung. Dazu wären sie sogar bereit - gleiche Funktion der Ausrüstung vorausgesetzt - mehr Geld auszugeben. Dies belegen zahlreiche Studien und dies istauch nachvollziehbar. Wer gerne und oft in der Natur unterwegs ist, der wählt seine Ausrüstung sorgfältig aus. ...
Adrenalin pur. 1/08
von Matthias Mayr
Atemberaubende Steilheit, hohe Sprünge, unglaubliche Linien und irre Geschwindigkeiten – Freeride-Profis sind ständig auf der Suche nach dem nächsten Adrenalinkick, müssen permanent entscheiden was gerade noch machbar ist und was nicht. „Freeskiing“ bedeutet Schifahren in freiem Gelände, bei Hangneigungen bis zu 60 Grad, Sprünge über bis zu 30 Meter hohe Felsklippen sowie Runs durch oft nur einen Meter breite Felsrinnen mit Geschwindigkeiten von über 90 ...
Steilwandfahren. 1/08
von otti wiedmann
40°/50°/60° mit Stellen UIAA III bis IV. Was für den Normalverbraucher nach einer anspruchsvollen kombinierten Tour klingt, fährt die Elite der Steilwandfahrer mit Schiern ab - und das bereits seit Jahrzehnten. Es ist schon mehrere tausend Jahre her, als nördliche Bewohner unserer Erde Gleithölzer im Winter als Jagdhilfe benutzten. Klopfsteinzeichnungen, welche auf der norwegischen Fjordinsel Rödög in Felsen gehauen entdeckt wurden, deuten darauf hin. ...
der drache regt sich wieder. 3/07
von jürg meyer
Die rasche Klimaerwärmung bringt Auswirkungen auf den Bergsport. Das fordert von uns Bergsportlern einerseits eine intelligente Anpassungsstrategie und andererseits einen echten Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen. Jürg Meyer zeigt unter der fachlichen Mitarbeit von Christian Frischknecht (Bergführer und Bereichsleiter Bergsport & Jugend SAC) und Bruno Hasler (Bergführer und Fachleiter Ausbildung SAC) anhand von konkreten Beispielen auf, ...
1956 / 2006. 3/07
von giovanni kappenberger
Im Frühling 1956 war der Glaziologe Fritz Müller als wissenschaftliches Mitglied der schweizerischen Everest-Expedition im Khumbugebiet tätig. Er hinterließ mehrere Negativ-Streifen als Schwarz-Weiß-Bilder in den Archiven der Schweizerischen Stiftung für Alpine Forschung in Zürich (SSAF). Mit verschiedenen dieser Fotos ist Giovanni Kappenberger im Herbst 2006 nach Nepal gezogen, um die Wiederholung der Bilder zu versuchen. ...
bergforum. 3/07
von Karl Schrag
In der Reihe Bergforum 2007 des Deutschen Alpenvereins diskutierten am 27. Juni 2007 Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das Thema „Klettersteige – Alpinismus auf dem Eisenweg?“. Rund 60 Besucher folgten den Ausführungen im Festsaal des Alpinen Museums München und beteiligten sich rege an der Diskussion unter der Moderation von Olaf Perwitzschky. Karl Schrag fasst im folgenden Beitrag die wichtigsten Statements zusammen. ...
risiko klettersteig. 3/07
von Chris Semmel
Die Wirklichkeit zu verstehen ist oft ein komplexer Prozess, der selten zur Gänze mit Erfolg gekrönt wird. Meint man eine Frage geklärt zu haben, stellen sich durch das Ergebnis oft weitere Fragen. So ist es zumindest uns ergangen bei Messungen zu folgenden zwei Unfällen. Am 8. September 2006 stürzte am Kaiser-Max-Klettersteig an der Martinswand bei Innsbruck ...
friluftsliv. 3/07
von nils faarlund
Nils Faarlund, einer der maßgeblichen Wegbereiter von „Friluftsliv“ stellt im folgenden Beitrag die historischen sowie philosophischen Hintergründe dieser Bewegung vor. Er macht uns auch mit Friluftsliv als „Lebensform“ vertraut, die nicht nur die körperliche Betätigung in der Natur, sondern insbesondere auch eine Geisteshaltung zur Natur umfasst. Ideen, die in Mitteleuropa bislang nahezu unbekannt sind und neue Perspektiven aufzeigen....
gebuchte berge. 1/07
von Peter Schatzl
Fremde Kulturen und Völker in der sie umgebenden Landschaft kennen lernen, verbunden mit Natur- und Abenteuererleben, das verstehen wir heute unter Trekkingreisen. "Nachhaltigkeit" spielt dabei eine zunehmend wichtigere Rolle. Die Herausforderung besteht darin, sowohl für die Reiseveranstalter und seine Gäste als auch für das bereiste Land und seine Bevölkerung eine Situation herzustellen, bei der alle Beteiligten profitieren. ...
sternenhimmel. 4/05
von Norbert Span
Der astronomische Winter beginnt heuer am 21. Dezember um 19:35 Uhr MEZ. Viele Menschen sind immer noch der Meinung, die kalten Temperaturen im Winter haben etwas mit der Entfernung zur Sonne zu tun. Aber wie sollte man dann den Sommer erklären, der jetzt auf der Südhalbkugel für die warme Jahreszeit sorgt? Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall ...
coole leine. 3/05
von Heinz Zak
Mit einer "Slackline" (lockere Leine) ist es wie mit einem Kartenspiel: Wenn man nicht genau weiß, was man damit anfangen kann, ist es langweilig. Wie viel Spaß man in einer Gruppe oder auch alleine damit haben kann, ist anfangs nicht offensichtlich - vor allem dann nicht, wenn der Fuß auf der Leine einfach nicht zu zittern aufhören will. Vor 26 Jahren habe ich das "Gehen" auf Ketten und Kletterseilen im Camp 4 im Yosemite Valley ...
sternenhimmel. 3/05
von Norbert Span
Der Herbst beginnt heuer am 22. September um 23h23m MEZ (Mitteleuropäische Zeit). Wie die Tage sind auch die Nächte im Herbst meist die klarsten und stabilsten und bieten hervorragende Voraussetzungen für den Amateurastronomen. Die Atmosphäre ist nicht mehr so überhitzt wie im Sommer (was für den heurigen Sommer wohl übertrieben klingen mag!) und daher auch meist ohne Gewitter und deutlich trockener. Ideal also für die Beobachtung der Sterne. ...
sternenhimmel. 2/05
von Norbert Span
Ist die Sonne schließlich weit genug unter dem Horizont verschwunden, springt einem unter dem Firmament sofort die Milchstraße ins Auge, deren helles Band aus Sternen mitten durch das Sommerdreieck verläuft. Dieses wird gebildet aus den drei hellsten Sternen am Sommerhimmel: Deneb ("Schwanz" der Henne), dem Hauptstern des Schwans, Wega (Harfen-Stern) in der Leier und schließlich von Atair (Adler), ...
sternenhimmel (2). 1/05
von Norbert Span
In diesem Jahr hat die Erde auf ihrer elliptischen Bahn den sonnennächsten Punkt bereits am 2. Jänner durchwandert. Die Entfernung betrug dabei 147.099.000 km. Am 5. Juli wird der sonnenfernste Punkt mit 154.102.000 km erreicht werden. Der astronomische Frühling beginnt 2005 am 20. März um 13:33 Uhr, das ist jener Zeitpunkt, wo unsere Sonne von der Süd- auf die Nordhalbkugel wechselt und somit den Äquator überschreitet. Den Höhepunkt ihrer Bahn durcheilt die Sonne ...
sternenhimmel. 4/04
von Norbert Span
Fernab jeglicher künstlichen Lichtquelle, irgendwo in alpinen Regionen, auf einem Gipfel oder vor einer Hütte gibt es noch wirklich dunkle Nächte mit einem sternenübersäten Himmel. Jeder, der dort während der Nacht bei klarem Himmel den Blick hebt, kennt dieses Urerlebnis Sternenhimmel mit dem klaren Schleier der Milchstraße. Wer ist nicht beeindruckt von diesem erhabenen Anblick?
die schlucht ruft (1). 2/04
von Alexander Riml
Canyoning oder Schluchtenwandern wie man bei uns sagt, was ist das eigentlich? Das Wort kommt aus dem spanischen und umschreibt eine faszinierende Tätigkeit in einer unberührten, zauberhaften Landschaft. Beim Canyoning werden Wasserläufe im Abstieg durch abseilen, klettern, schwimmen, wenn möglich sogar durch springen und rutschen begangen. Hier wird die sportliche Vielfalt und Herausforderung von Fels und Wasser in einer Urlandschaft verbunden. ...
utm. ups. wgs 84. 2/04
von Herbert Schirmer
In der Schule wurde gelehrt, dass die Erde die Gestalt einer Kugel, eines Ellipsoids oder eines Geoids besitzt - je nachdem, welche Genauigkeitsansprüche gestellt wurden. Unter den ersten beiden Begriffen konnte man sich sehr gut etwas vorstellen, während beim Geoid der Vergleich mit einer Kartoffel schon etwas Fantasie erforderte. Dem Geografieunterricht der Schule glücklich entflohen, sieht sich nun nicht nur der bergsteigende ...
nordwand in agonie. 2/04
von Heinz Slupetzky
An der Nordseite der Hohen Riffel (3338 m) in der Glocknergruppe iegt die ca. 300 m lange und rund 50° steile Riffel Nordwand. Im Rekordsommer 2003 hat es nun auch diese Eiswand erwischt. Im August begann im unteren Teil das Eis durchzuschmelzen, schmutzig-schwarzer Fels tauchte auf. Bis zum Ende des Sommers war die Eiswand auf über einer Seillänge unterbrochen. Aus einer ehemals (fast) steinschlagsicheren ...
gut gebremst auf eisenwegen. 2/04
von Pit Schubert
Klettersteige sind heute gefragter als je zuvor. Und in puncto Sicherung hat sich in den letzten Jahren einiges getan. War früher die Verwendung einer Reepschnur oder eines Seilstücks in Verbindung mit einem Normalkarabiner nur ein mehr oder weniger brauchbarer Notbehelf, der im Ernstfall versagen konnte, so ist mit den heutigen Klettersteigbremsen bei richtiger Anwendung ein Bruch nicht mehr vorstellbar. Um die Leistungsmerkmale ...
young guns. 1/04
von Stefan Rössler
Jedes Jahr beenden eine Gruppe von BergsteigerInnen in Chamonix ihre Ausbildung zum staatlich geprüften Berg- und Schiführer. Neben dem Rucksack müssen Herr und Frau Bergführer nun auch die Verantwortung für ihre Gäste mittragen. Hat man in der absolvierten Ausbildung gelernt, dieser Verantwortung gerecht zu werden? Oder wird man als „Greenhorn“ mit den ersten Gästen als „Versuchskaninchen“ ins „kalte Wasser“ der Führungspraxis gestoßen? ...
heli guides. 4/03
von Helene Steiner
Bergführen in British Columbia von Helene Steiner Vom weltweiten Helischimarkt spielen sich ca. 90 % in Canada ab. Mehr als 20 Firmen verdienen in diesem Wirtschaftszweig ihr Geld, wobei die Größe der Anbieter sehr unterschiedlich sein kann. "CMH" (Canadien Mountain Holidays) beispielsweise besitzt 12 verschiedene Lodges in British Columbia und arbeitet mit insgesamt über 50 Guides. Ein anderer bekannter Anbieter ist "Mike Wiegele Heliskiing" ...
kurzschluss (2). 3/03
von Walter Fimml
Im Spätwinter, als wir diesen Artikel planten, war noch nicht abzusehen, dass der Sommer 2003 der gewitterträchtigste seit Beginn der Radaraufzeichnungen 1992 sein würde. Zu Rekordtemperaturen von Mai bis August kamen rekordverdächtige Hagelschäden, viele lokale Überschwemmungen und 210.000 Blitze bis September. In Deutschland konnten Gewitterstürme beobachtet werden, wie man sie sonst nur aus dem amerikanischen Mittelwesten kennt. ...
flying fox. 2/03
von Andreas Ermacora
Unfallort: Weißsee Staumauer, Rudolfshütte: Kürzlich wurde ein Rechtsstreit durch den Obersten Gerichtshof entschieden, der einen weiteren Schritt in Richtung Verschärfung der Haftung eines Alpinveranstalters setzt. Involviert bzw. beklagt waren ein alpiner Verein als Veranstalter sowie ein staatlich geprüfter österreichischer Berg- und Schiführer. Andreas Ermacora, in dieser Rechtssache Vertreter des Bergführers und des Veranstalters, über den Verlauf ...
kurzschluss (1). 2/03
von Walter Fimml
Gewitter zählen zu den eindrücklichsten Bergerlebnissen und Blitz-Geschichten bieten einen idealen Erzählstoff für lange Hüttenabende. Obwohl für weniger als 1% der Alpinunfälle verantwortlich, steht der Blitzschlag auf der alpinen Angstskala ganz weit oben. Verständlich, angesichts des imponierenden Naturereignisses. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass die Begleiter eines Gewitters wie Wettersturz, Wassermassen, Steinschlag und Panikreaktionen ...
überlebt. 1/03
von Walter Würtl
Schwierigkeiten mit der Ausrüstung, Orientierungsprobleme, falsche Tourenplanung, Fehleinschätzungen, Unfall - alles Gelegenheiten, die einen dazu zwingen können, die Nacht im Freien zu verbringen. Glücklicherweise passiert es doch einigermaßen selten, dass man tatsächlich ein Notbiwak machen muss .Die bei haarsträubenden Verhältnissen, auf extremer Tour unter Aufbietung übermenschlicher Kraft, ...
Zero Accident. 4/02
von Stefan Gatt
Die ersten Ansätze zur Risikominimierung im Bergsport sind nahezu so alt wie das Bergsteigen selbst. Abhängig von der geschichtlichen Epoche und damit dem Einfluss der gesellschaftlichen Werte und Normen wurde mehr oder - wie in jüngerer Zeit - immer weniger Risiko toleriert. In der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts wurden Unfälle, ja sogar der Tod in den Bergen stillschweigend akzeptiert, zuweilen sogar heroisiert...
alpiner gesundheitstourismus. 3/02
von Wolfgang Schobersberger, Egon Humpeler
Fragt man in unserer Gesellschaft nach den Wünschen des Einzelnen, so nimmt der Wunsch nach Gesundheit nach wie vor eine zentrale Bedeutung ein. Allerdings hat sich der Gesundheitsbegriff in den letzten Jahrzehnten stark geändert. Gemäß der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1946 wurde Gesundheit als „vollkommenes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden“ definiert. Gesundheit ist demnach viel mehr als nur „nicht krank sein“...
klimaänderung und alpinismus. 3/02
von Dario-Andri Schwörer
Das Klima unserer Erde ist ständigen Veränderungen unterworfen, welche natürliche und durch den Menschen bedingte Ursachen haben. Seit der Mitte des letzten Jahrhunderts, dem Ende der “Kleinen Eiszeit“ um 1850, hat sich das Klima erwärmt, was sich in einem tendenziellen Gletscherschwund äußert. Jeder Alpinist hat schon Auswirkungen dieser Klimaänderung kennen gelernt, die von Dario-Andri Schwörer im folgenden Beitrag näher ausgeführt werden.
meine urlaubsberge - dein lebenstraum. 1/02
von Peter Schatzl
Es macht einen großen Unterschied, in den Alpen eine Hochtour zu unternehmen oder den Himalaya zu bereisen! „ ... das sind ganz andere Dimensionen und da ist das mit der Höhe, dem Klima, dem Essen...“. Aber welche Aspekte stecken noch hinter Fernreisen in außereuropäische Hochgebirge, wie treffen Reisende und Bereiste aufeinander, klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander? Peter Schatzl hat sich im „Internationalen Jahr der Berge“ mit „unserer“...
präzision in dünner luft. 1/02
von Walter Fimml
Aller Erlebnispädagogik und Weisheiten wie „Der Weg ist das Ziel" zum Trotz, ist die Höhe eines Berggipfels immer noch ein zentrales Motiv für seine Ersteigung. Man nehme nur die „seven summits", die eifrigen 4000er-Sammler unter den Alpinisten, die Pläne, das 3993 m hohe Fletschhorn im Saasertal zu einem touristisch „attraktiven" 4000er aufzurüsten oder die generelle Tendenz, die jeweils höchsten Gipfel eines Gebietes, einer Gebirgsgruppe ...
präzision in dünner luft. 2/01
von Walter Fimml
Aller Erlebnispädagogik und Weisheiten wie „Der Weg ist das Ziel"zum Trotz, ist die Höhe eines Berggipfels immer noch ein zentralesMotiv für seine Ersteigung. Man nehme nur die „seven summits", die eifrigen 4000er-Sammler unter den Alpinisten, die Pläne, das3993 m hohe Fletschhorn im Saasertal zu einem touristisch „attrak-tiven" 4000er aufzurüsten oder die generelle Tendenz, die jeweils höchsten Gipfel eines Gebietes, einer Gebirgsgruppe oder ...
bits, bytes & berge. 1/01
von Christoph Höbenreich
Das Informationszeitalter hat längst auch im Alpinismus Einzug gehalten. Wer über die notwendige technische Grundausstattung - PC, Modem, Telefonanschluss - sowie einen Internetzugang („Account") verfügt, kann auf das umfangreiche Informationsangebot des Internet zugreifen. Dem großen Interesse entsprechend, wird Berg&Steigen nun regelmäßig in der Rubrik „@lpinternet" über Internet- Websites berichten, die eine Relevanz für Bergsportführer ...
alpenverein weltweit service. 1/01
von Robert Renzler
Angesichts der rasant steigenden Kosten im Rettungs- und Gesundheitswesen können Unfallkosten ruinös für den Einzelnen sein und man tut gut daran, sich zu informieren, wofür man versichert ist und was man bereit ist, als verkraftbares „Restrisiko" auf sich zu nehmen. Wir ersuchen daher die geschätzten Leser von Berg&Steigen sich beim mittlerweile internalisierten „Risikocheck“ für „GO" zu entscheiden und sich durch die trockene ...
erlebnispädagogik und bergführer. 3/00
von Christian Damisch
„Wir arbeiten doch eh alle mit dem Erlebnis, was soll dieser neumodische Sch... Der Berg und die Natur sind doch Erlebnis genug!“ So und ähnlich sind die Antworten, wenn ich mit Bergoder Tourenführern über Erlebnispädagogik am Berg reden will. Jeder hat also schon von Outward bound, Ropes course oder Erlebnispädagogik gehört. Was bedeutet eigentlich Erlebnispädagogik? ...