Skialpinismus - Seil- und Sicherungstechnik. 1/14
von Reinhold Scherer, Peter Plattner
Die Rückmeldungen zu den Artikeln „Skialpinismus“ und „Skitechnische Schwierigkeiten“ in bergundsteigen 1/13 waren erfreulich und nehmen kein Ende. „Was glaubt ihr, ist die sinnvollste Bewertung? Was habt ihr bei der Abfahrt dabei? Habt ihr den Pickel da in der Hand? Wie sichert man einen Skifahrer in eine gefährliche Passage hinein? ...?“ Eine Flut an Anfragen kam sowohl direkt an die Autoren als auch an die Redaktion und so beschlossen ...
bergundsteigen leicht gemacht. 1/14
von Peter Plattner
Mann und Frau kann sich Freunde fürs Leben schaffen, ist auf Skitour ein kleines feines Reparaturset mit dabei. Doch nicht „nur“ für andere, auch und vor allem bei eigenen Material- problemen kann damit oft schnell und einfach ein Tourentag gerettet werden. Bei einer gemütlichen Tagestour ist es sehr erfreulich, wenn ich nach einem kurzen Boxenstopp weiter Richtung Gipfel ziehen kann und nicht umdrehen muss, oder ich erspare mir ...
bergundsteigen leicht gemacht. 1/14
von Peter Plattner
Skihochtouren sind die Königsdisziplin im Bergsteigen. Zum sehr guten skifahrerischen Können und der Risikoabschätzung was die Lawinengefahr betrifft, kommt noch die ganze Hochtouren-Thematik dazu: also Gletscher & Grate. Das verlangt einiges an Wissen und Können und auch die entsprechende Ausrüstung. Letztere fällt im sprichwörtlichen Sinn ins Gewicht und da Skihochtouren oft lang sind und gerne von Hütte zu Hütte führen ...
Tourenplanung Online. 4/13
von Georg Rothwangl, Mario Zott
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. alpenvereinaktiv.com ist das gemeinsame Tourenportal von DAV, OeAV und AVS. Erst vor kurzem haben diese alpinen Vereine beschlossenen, in die Online-Tourenplanung einzusteigen. Ein ehrgeiziges Projekt, gilt es doch mit anderen - bereits etablierten - Anbietern in Konkurrenz zu treten. Da sie sich in letzter Zeit intensiv damit auseinandergesetzt haben, können uns zwei der hauptamtlichen Mitarbeiter hinter alpenvereinaktiv.com ...
Spaltenrettung. 4/13
von Eike Roth, Sepp Ehgartner
Selbstrettung und Kameradenrettung sind Standard auf jedem (Ski-)Hochtourenkurs. Dabei haben sich Prusik- mit Umbau auf Münchhausen-Technik sowie der Seilrollenflaschenzug bewährt. Schaffen es Teilnehmer trotz korrekter Technik und Kampfgeist wieder einmal nicht über den Spaltenrand oder melden berechtigte Zweifel bezüglich handlungsunfähigen Gestürzten oder der Seilverteilung an, verweisen AusbilderInnen standardmäßig auf die geringe Eintrittswahrscheinlichkeit ...
Skitechnische Schwierigkeiten. 1/13
von Bernhard Scholz
Ist jede Leistung vergleichbar? Kann überall etwas „besser, schneller, höher, weiter“ sein? Bei vielen Sportarten ist dies eindeutig mit einem „Ja" zu beantworten. Andere entziehen sich einer solchen objektiven Bewertung, ausgedrückt in Sekunden oder Meter. Der Skialpinismus gehört zur zweiten Kategorie. Bernhard Scholz gibt einen Überblick über die Entwicklung und den aktuellen Stand der Schwierigkeitsbewertung beim Skitourengehen, Skibergsteigen und Steilwandfahren. ...
Skialpinismus. 1/13
von Reinhold Scherer
Worin liegt der entscheidende Unterschied zwischen klassischer Skitour und Skialpinismus? Was gilt es zu berücksichtigen und welche Ratschläge gibt es für Novizen? In seinem Beitrag versucht Reinhold Scherer, einige wichtige Punkte anzusprechen - vieles davon hat übrigens Gültigkeit für jede Skitour. „Skihochtouren sind die Königsdisziplin im Bergsteigen“, lautet ein alter Satz. Tatsächlich gilt es dabei, verschiedenste Fertigkeiten in Schnee, Fels und Eis zu beherrschen ...
Notunterkunft im Schnee. 1/13
von Chris Maibach
In Ausgabe 1/12 haben Würtl/Plattner unter „bergundsteigen leicht gemacht“ das Panzerknacker-Iglu als eine - in jedem Schnee - schnell zu bauende Notunterkunft im Winter angepriesen. „Nicht ganz schlecht, aber...“ meinte dazu Chris Maibach und hat sogleich angeboten, seine Gedanken und Erfahrungen als passionierter Iglubauer in einem Beitrag zusammenzuschreiben. Und hier isses: das Grabiglu. Klar, Check- und Umkehrpunkte gehören als Thema zu ...
Das neue Schweizer Lawinenbulletin. 4/12
von Kurt Winkler
Das traditionsreiche „Nationale Lawinenbulletin" und die „Regionalen Lawinenbulletins“, Gebietsbeschreibungen wie „Nördlicher Alpenkamm westlich vom Wildstrubel ohne Iffigen" und Telefonband 187 - sie alle sind Geschichte. Für diesen Winter wurde das Schweizer Lawinenbulletin komplett überarbeitet. Kurt Winkler erklärt, was sich verändert hat.Neu hat das Lawinenbulletin immer dasselbe Format und besteht aus zwei Teilen: Einer interaktiven Karte ...
Panzerknacker-Iglu. 1/12
von Walter Würtl, Peter Plattner
Jedes Jahr kommt es im winterlichen Gebirge zu Notsituationen, weil Einzelpersonen oder Gruppen aus den verschiedensten Gründen gezwungen sind, die Nacht im Freien zu verbringen. Ein solches Notbiwak ist dann aber leider nicht immer Stoff abendfüllender Heldenerzählungen am warmen Kachelofen, sondern mitunter dramatischer Endpunkt eines Bergsteigerlebens. Um die Nacht draußen ohne Schaden verbringen zu können, bedarf es neben einer adäquaten Ausrüstung ...
Haltekräfte von Fixpunkten in Firn & Schnee. 1/12
von Karl Sulser
Bei vielen Hochtouren geht sie mit, ist mittlerweile fast schon eine „alte Bekannte". Und doch fordert sie Jahr für Jahr ihre Opfer. Die Mitreißgefahr, verursacht durch das gemeinsame Gehen am kurzen Seil. Denn wie viele Bergsteiger setzen die Erkenntnisse der Untersuchungen zu Mitreißunfällen um und sichern in steileren Gletscher- und Firnhängen von Standplatz zu Standplatz? Viele ziehen es vor, lieber einen Hang gefahrvoll gemeinsam zu begehen ...
Das Wie? Wo? Was? der Lawinengefahr. 1/11
von Florian Hellberg, Chris Semmel
Die W-Fragewörter scheinen in der Lawinenkunde Konjunktur zu haben, doch im Gegensatz zum w3 der österreichischen Berg- führerausbildung geht es bei Wie? Wo? Was? des DAV darum, die ausgegebene Gefahrenstufe zu checken. Der Lawinenlagebericht (LLB) gibt uns zwar eine lokale und täglich aktualisierte Experteneinschätzung der Gefahrenlage in den Alpen - bei welcher anderen Risikobeurteilung steht uns solch ein professionelles Hilfsmittel zur Verfügung? ...
W3. 1/11
von Peter Gebetsberger
Was-Wo-Wer ist gefährlich? Dafür steht w³, das „Ent- scheidungs- und Ausbildungskonzept für risikobewusstes Verhalten im winterlichen Gebirge“, das Peter Gebetsberger für den Österreichischen Bergführerverband und die Naturfreunde Österreich entwickelt hat. Im Folgenden erfahren Sie, wie die Bergführeraspiranten auf den Umgang mit der Lawinengefahr ausgebildet werden. Touren im winterlichen Gebirge gehören zu den risikobehafteten Natursportarten - Risiken ...
Auf Entscheidungstraining. 1/11
von Jan Mersch
Mitte März 2010, ich stehe zusammen mit einer Gruppe DAV-Fachübungsleiter am frühen Nachmittag in einem völlig durchsumpften, riesigen Südhang. Große Nassschneelawinen sind bereits um uns herum abgegangen, immer wieder rauscht es in der näheren Umgebung aus den steileren, felsdurchsetzten Bereichen herab und irgendwie schaut es auch nicht nach einer mittelfristigen Entspannung aus. Zurück geht nicht, wir sind schon zu weit drin ...
Wie riskant ist Bergsport?. 3/10
von Florian Hellberg, Peter Rendelzhofer
Wie gefährlich sind Wandern, Klettern oder Skitourengehen? Im August wurde die DAV-Bergunfallstatistik 2008/09 vorgestellt. Peter Randelzhofer und Florian Hellberg geben einen Überblick zu den wesentlichen Entwicklungen und den Ursachen für Unfälle im Bergsport. Seit 1979 veröffentlicht der DAV seine Bergunfallstatistik, die Daten reichen zurück bis in die fünfziger Jahre. Grundlage sind die dem DAV-Versicherungsschutz gemeldeten Unfälle und Notfälle der Mitglieder. ...
Sucheinsatz am Großvenediger. 3/10
von Hans Ebner, Siegfried Berger, Franz Franzeskon
Anfang April 2010 überlebten vier Schneeschuhwanderer im Großvenedigergebiet auf 3400 m nach einem Schlechtwettereinbruch drei Nächte in einer Schneehöhle, bevor sie von einem Polizeihubschrauber nahezu unversehrt gefunden wurden. Das Medieninteresse war riesig, nicht zuletzt wegen der Beteiligung eines deutschen Lokalpolitikers. Anhand dieses konkreten Einsatzes beleuchten Hans Ebner, Siegfried Berger und Franz Franzeskon ...
Spaltensturz mit Z-Wert 10. 1/10
von Carlo Frasnelli
Wir konnten die Erzählung einer begeisterten Bergsteigerin nicht glauben, als sie uns von einem Spaltensturz am Morteratschgletscher berichtete, der aufgrund einer Schibindung relativ glimpflich ausgegangen ist. Wir haben nachgefragt, geforscht und jetzt beschreibt Carlo Frasnelli im folgenden Beitrag, warum er in Zukunft am winterlichen Gletscher wieder auf ein Seil und nicht nur auf zwei Metallbolzen vertrauen wird. ...
Schi & Gletscher. Eine Empfehlung. 1/10
von Walter Würtl, Peter Plattner
Es gibt wohl nichts Beeindruckenderes für einen Tourengeher als das vergletscherte Hochgebirge zu befahren. Dabei unterscheidet sich das Spaltensturz-Risikomanagement bei Schitouren auf Gletschern wesentlich von Gletschertouren „zu Fuß“ im Sommer: Während im Sommer anseilen „Standard" ist und das Nichtanseilen die Ausnahme bildet (zB bei aperem Gletscher), stellt im Winter das seilfreie Aufsteigen und Abfahren den Normalfall dar und das Anseilen ...
Winterwetter. 4/09
von Albert Leichtfried
Leuchtende Augen in den Gesichtern diverser Wintersportler entstehen meist nach Durchsicht des Wetterberichtes. Mit Durchzug einer Kaltfront freuen sich jene Artgenossen, welche auf tief verschneiten Pulverhängen mit ihren Brettern talwärts gleiten wollen. ... Anders sieht dies bei der Spezies der Eiskletterer aus. Diese freuen sich auf geringe Neuschneemengen kombiniert mit tiefen Temperaturen, wie es bei einem kontinentalen Kaltluftvorstoß der Fall ist. ...
Entscheidungstraining Lawinen. 3/09
von Bernhard Streicher, Manfred Huber
Reflexive Lawinenkunde in der Ausbildung. In einem ersten Beitrag zum Thema „Reflexive Lawinenkunde“ in bergundsteigen #1/08 wurde für eine stärkere Integration psychologischer Faktoren in die praktische Lawinenausbildung argumentiert. In diesem Artikel wird nun der erste Teil eines einwöchigen Kurskonzeptes zum „Entscheidungstraining Lawinen“ vorgestellt, das zentrale Elemente einer reflexiven Lawinenkunde enthält und welches sich in besonderem ...
Auf der sicheren Seite. 2/09
von Interview mit Mike Rabensteiner
Am 4. April dieses Jahres ereignete sich an der Wildspitze ein Unfall bei einem Wechtenbruch. Dabei ist ein erfahrener Bergsteiger in den Tod gestürzt. Folgendes Interview berichtet von der anderen, der sicheren Seite; wie es ist, wenn die Wechte bricht, was danach kommt und gibt Ausblick, wie entscheidend wenige Zentimeter sein können. Das Gespräch führte Paul Mair mit Mike Rabensteiner. ...
Wechten, faszinierend und gefährlich. 2/09
von Ueli Mosimann
Im vergangenen Winter war in manchen Regionen der Alpen eine Häufung von Unglücken und Vorfällen in Zusammenhang mit Wechtenbrüchen zu verzeichnen. Ueli Mosimann erinnert uns in seinem Beitrag an diese häufig schwer einzuschätzende Gefahr. Übrigens, seit der letzten Rechtschreibreform schreibt man die Wechte - da von „wehen“ kommend - mit „e“ und nicht mehr mit „ä“. So beeinflusst die neue deutsche Rechtschreibung auch den Bergsport. ...
Es irrt der Mensch solang er strebt. 1/09
von Jan Mersch, Wolfgang Behr
Wie wird man eigentlich ein kompetenter Bergsteiger? Welche typischen bergsteigerischen Entwicklungsmuster führen dahin? Welche Thesen und praktischen Konsequenzen lassen sich daraus ableiten? Glaciér de Trient, ca. 3100 m Seehöhe, April 2004. Bei schönstem Wetter sind wir morgens von der Argentière-Hütte aufgebrochen. Die erste „echte“ Etappe der Haute-Route steht an. ...
Notfall Schihochtour. 1/09
von Hanno Bilek, Hans Ebner
Im Frühjahr sind die Berge im vergletscherten Hochgebirge wieder Ziel der Schibergsteiger. Viele höher gelegene Hütten in Österreich haben geöffnet und bilden die Ausgangspunkte für attraktive Schihochtouren. Im folgenden Artikel beleuchten Hanno Bilek und Hans Ebner das Unfallgeschehen bei Schihochtouren, wobei eine Schitour dann zur Schihochtour wird, wenn ein Gletscher gequert oder begangen wird. ...
Seil & Schihochtour. Eine Empfehlung. 1/09
von Walter Würtl, Peter Plattner
Die Hauptsaison für die klassischen Hochtouren im vergletscherten Gelände der Ost- und Westalpen steht vor der Tür. Beim Packen des Rucksackes wird nun auch vermehrt zu Seil und Gurt gegriffen – oft mit gemischten Gefühlen, denn vielen Bergsteigern erscheint die richtige Seil- und Sicherungstechnik bei Schihochtouren als besonders anspruchsvoll. Nicht ganz zu unrecht, denn Schihochtouren gelten als Königsdisziplin im Bergsport, ...
Wer richtig bremst, der nicht verliert. 1/09
von Pit Schubert, Gudelius Jost
Der Pickelrettungsgriff bietet neben der Liegestütztechnik die einzige Möglichkeit, bei Gleichgewichtsverlust in Firn oder Eis einen Sturz abzufangen, sofern kein Seil verwendet wird. Die Meinungen zur Eispickelhaltung und der damit verbundenen optimalen Bremswirkung sind geteilt. Bremsen mit der Haue im Eis ergibt mehr Bremswirkung als das Bremsen mit der Schaufel. ...
Snow Stake. 2/08
von Gottlieb Braun-Elwert
Immer wieder stechen sie uns auf Fotos von neuseeländischen und amerikanischen Bergsteigern ins Auge. Die „Schneeschwerter“, welche seitlich am Rucksack befestigt sind und nur darauf zu warten scheinen, gezogen und in den Schnee gerammt zu werden. Gottlieb Braun-Elwert hat sich intensiv mit diesem Sicherungs- mittel beschäftigt, getestet und letztendlich seinen idealen Snow Stake gefunden. ...
spalten. 1/07
von Ueli Mosimann
Spricht man über die Unfallgefahren beim Schneesport im freien Gelände, ist der Fokus sehr stark auf das Thema Lawinenverschüttung gerichtet. Tatsächlich sind Lawinenverschüttungen trotz großer Fortschritte beim Risikomanagement, der Tourenplanung und immer leistungsfähigeren Geräten zur Ortung von Verschütteten - immer noch weitaus die häufigste Ursache von tödlichen Unfällen ...
spaltensturz am taschachferner. 1/06
von Peter Gasteiger
Vielen Bergsteigern aber auch Skiläufern ist der Taschachferner als imposanter Talgletscher in den Ötztaler Alpen gut bekannt. Weit mehr als tausend Mal wird er jeden Winter befahren, wobei es durchaus üblich ist, "unangeseilt" die Abfahrt in Angriff zu nehmen. Die vielen Befahrungen und der Umstand, dass der Taschachferner eigentlich als “eher sicher" gilt, dürfen dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer wieder zu tödlichen Spaltenstürzen kommt. ...
kalte stunden. 1/05
von Helmut Pinggera
Skitourenwoche auf der Martin-Busch-Hütte. Der erste Tourentag hatte uns bei herrlichem Wetter und größtenteils guten Schneebedingungen auf den Similaun geführt. Dann die übliche Einkehr bei Markus Pirpamer auf der Similaunhütte. Nach einem gemütlichen Plausch über Schneeverhältnisse, die angekündigte Schlechtwetterfront und gemeinsame Bekannte ging's zurück zu unserem eigentlichen Stützpunkt ...
baustelle standplatz firn. 1/05
von Walter Würtl
Was haben Täschhorn, Zuckerhütl, Aiguille Verte, Dom, Similaun, Großglockner, Marmolada und Jungfrau gemeinsam? Sie alle sind der Schauplatz von Mitreißunfällen mit vielfach dramatischem Ausgang. Gleichzeitiges Gehen am Seil in steilen Schnee- und Firnflanken birgt ein enormes Risiko! Als Alternative bleiben: "seilfrei gehen" oder die Sicherung an einem Fixpunkt. Nachfolgender Beitrag widmet sich Letzterem und versucht, einfache und zuverlässige ...
die verborgene gefahr. 1/02
von Walter Würtl
„ ... Im Gegensatz zu geführten Sommertouren, bei welchen die allgemein anerkannte Lehrmeinung vertreten wird, dass auf Gletschern mit Schnee- und Firnauflage anzuseilen ist, gibt es für Schitouren im Winter lediglich vage, wenig konkrete und teilweise widersprüchliche Lehrmeinungen, die noch dazu in der Praxis weitgehend ignoriert werden. Diese können daher nicht als allgemein anerkannte Verhaltensregeln bezeichnet werden ...
risiko spaltensturz auf schi-hochtouren. 1/01
von Robert Purtscheller
Vom in der Karte gerade noch als Gletscher erkennbaren Restfirnfeld, bis zum veritablen Ferner, der mangels bekannter Unfälle als harmlos gilt. Wenn man an sommerliche Bergeübungen in 30 Meter tiefen Spalten denkt, fällt es schwer, einen Gletscher - wie z.B. den Sonnblickkees (Granatspitzgruppe, Tourengebiet Rudolfshütte) zur Weihnachtszeit - bei spärlichster ...
das risiko und sein rest. 1/01
von Michael Larcher
Mein erstes Gutachten, das ich als Sachverständiger im Auftrag des Landesgerichtes Innsbruck anzufertigen hatte, konfrontierte mich mit einem tödlichen Spaltensturzunfall, der mir die Grenzen des Machbaren sehr eindrucksvoll vor Augen führte. Bei aller Begeisterung für Risikomanagement und strategisches Handeln sollten wir auch die Grenzen unserer Kunst nicht übersehen. Bescheidenheit erscheint zunehmend ...
im namen des volkes. 1/00
von Karl Gabl
Am 19.3.1996 stürzte ein junger deutscher Schifahrer am Berglasferner in den Stubaier Alpen in eine Gletscherspalte. Er war Mitglied einer 6-köpfigen Gruppe, die im Rahmen eines Aufbaukurses „Schihochtouren“ unter der Führung eines Bergführers über den Berglasferner auf das Wilde Hinterbergl aufstieg und anschließend bei schönem Wetter und guter Sicht über diesen Gletscher abfuhr. Weder beim Aufstieg noch bei der Abfahrt wurde ein Seil verwendet. ...
das berglasferner-urteil. 1/00
von Michael Larcher
Berg&Steigen sprach mit dem ermittelnden Staatsanwalt Robert Wallner und dem Rechtsanwalt Andreas Ermacora, Rechtsreferent des OeAV. Ermacora und Stefan Beukle, Rechtsreferent des DAVSummit Club, verteidigten im Strafverfahren den Bergführer.Herr Wallner, der tödliche Spalten-sturz am Berglasferner zog einrecht langwieriges Strafverfahrennach sich. Im ersten Rechtsgang ...
sop's am spaltenrand. 2/99
von Michael Larcher
Kein Gletscherkurs ohne Spaltenbergeübungen. - Sie bilden gewissermaßen das bergrettungstechnische Herzstück eines jeden Eiskurses und wer immer als Instruktor über mehrere Stunden die Aufsicht und auch die Verantwortung trägt, sollte sich einige „Standard Operation Procedures“ (SOPs) aneignen, um gefährlichen Situationen vorzubeugen.