Werner Munter


Risikowahrnehmung im Lawinengelände. 4/12
von Krister Kristensen, Manuel Genswein, Werner Munter
Obwohl sich wesentlich mehr Menschen im Lawinengelände tummeln, ist die durchschnittliche Zahl der Lawinentoten in den letzten Jahren nicht gestiegen. Schön. Und vermutlich auch ein Ergebnis der vielen Ausbildungs- und Informationsangebote sowie der verbesserten Notfallausrüstung. Warum es aber dennoch immer wieder tödliche Lawinenunfälle bei mit den üblichen Methoden „erkennbaren“ Verhältnissen gibt, und warum dabei regelmäßig erfahrene Personen betroffen ...
Und Gott würfelt doch. 1/12
von Werner Munter
Erstaunlicherweise kommt das Wort „Zufall“ in der klassischen Lawinenkunde kaum vor, ebensowenig wie das eng damit zusammenhängende „Risiko“. Im Zeitalter der „Sicherheit“ waren diese Begriffe tabu! Höchstens in den Wendungen wie „per Zufall wurde der Unfall am Gegenhang beobachtet“ oder „zufälligerweise ragte eine Hand aus dem Schnee“ wurde das Wort verwendet, jedoch praktisch nie zur Beschreibung der Schneebrettauslösung durch Schifahrer ...
Und Gott würfelt doch. 4/11
von Werner Munter
Erstaunlicherweise kommt das Wort „Zufall“ in der klassischen Lawinenkunde kaum vor, ebensowenig wie das eng damit zusammenhängende „Risiko“. Im Zeitalter der „Sicherheit“ waren diese Begriffe tabu! Höchstens in den Wendungen wie „per Zufall wurde der Unfall am Gegenhang beobachtet“ oder „zufälligerweise ragte eine Hand aus dem Schnee“ wurde das Wort verwendet, jedoch praktisch nie zur Beschreibung der Schneebrettauslösung durch Schifahrer ...
Der Nivocheck. 4/09
von Werner Munter
Der Nivocheck (von lat. nix, nivis = Schnee) - auch Gefahren-check genannt - ist ein Werkzeug zum selbständigen und eigenverantwortlichen Einschätzen der lokalen Gefahrenstufe gemäß der fünfstufigen Euroskala. Die fünfte Stufe sehr groß wird weggelassen, da kaum von alpinistischem Interesse und zudem leicht einschätzbar nach einem mehrtägigen Schneesturm mit mehr als 1 m Neuschnee. ...
Auf der Suche nach dem Gleichgewicht. 4/08
von Werner Munter
Risiken und Unsicherheiten sind ein natürliches, wesentliches Element der Touren im winterlichen Gebirge und machen einen Teil ihres Reizes und ihrer Faszination aus. Wer in die Berge geht, nimmt bewusst und freiwillig ein erhöhtes Risiko in Kauf. Schitouren und Abfahrten im ungesicherten Gelände gehören zu den risikobehafteten Natursportarten. Ohne seriöse Ausbildung und langjährige ...
logik des gelingens. 4/07
von Werner Munter
Mit der "Munter-Methode" wird heute allgemein die Reduktionsmethode (RM) und hier vor allem das Zahlen- und Rechenwerk der professionellen Reduktionsmethode (PRM) verbunden. Dass Werner Munter auf dieser Grundlage in den letzten Jahren noch weitere Werkzeuge entwickelt hat, um "Blitzentscheide" zu treffen, wurde - auch in Expertenkreisen - kaum wahrgenommen. Höchst an der Zeit, in bergundsteigen Raum zu schaffen für die "Goldene Regel"...
formel statt floskel. 4/05
von Werner Munter
"Die Frage der Vorhersehbarkeit spielt die Rolle der Haftungslimitierung: Hat man die Gefahr, die den verpönten Erfolg bewirkte, überhaupt nicht erkennen können, trifft den Schädiger für sein Verhalten keine Verantwortung." (Jürg Nef, Haftpflicht und Versicherungsschutz des Bergsteigers, Zürich 1987) Wie definiert die Justiz die "Vorhersehbarkeit" und welche Rolle spielt sie im Strafverfahren? Für eine nicht erkennbare Gefahr kann niemand strafrechtlich belangt werden, ...
reduktionsmethode. 4/01
von Werner Munter
Als ich vor 10 Jahren die provokante These vertrat, man könnte das Einzelhangrisiko in Minutenschnelle mit dem kleinen 1x1 einschätzen ohne in die Schneedecke zu gucken, löste das eine Revolution in der Lawinenkunde aus. Die Idee, die Gefahrenstufe des LLB mit der Steilheit zu verknüpfen, erwies sich als außerordentlich fruchtbar. Alle heute propagierten Entscheidungsmodelle (elementare Reduktionsmethode, Stop or Go, SnowCard, Limits) ...