Andreas Ermacora


Freispruch nach toedlichem Lawinenunfall. 1/11
von Andreas Ermacora
Im Februar 2010 wird bei einer Sektionsschitour auf die Saumspitze/Arlberggebiet ein Schneebrett ausgelöst und eine Person stirbt. Der angeklagte ehrenamtliche Vereinsführer einer Vorarlberger Alpenvereinsgruppe wird vom Landesgericht Innsbruck vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen freigesprochen, die Staatsanwaltschaft verzichtete auf die Erhebung einer Berufung. Andreas Ermacora war der Verteidiger ...
Keine Haftung für Felsausbruch. 3/10
von Andreas Ermacora
In einem Klettergarten in Weißbach bei Lofer stürzte eine Kletterin ab und verletzte sich schwer, nachdem sich ein etwa 1000 kg schwerer Felsbrocken gelöst hatte. Daraufhin klagte sie den Oesterreichischen Alpenverein auf Schadenersatz (rund Euro 150.000,-) mit der Begründung, dass dieser seiner Wartungsverpflichtung nicht nachgekommen ist und einen Geologen beauftragen hätte müssen, um die Labilität des Gesteins rechtzeitig zu erkennen. ...
Felsausbruch in der Polditraverse. 3/09
von Andreas Ermacora
Einem tragischen Kletterunfall mit Todesfolgen folgte ein aufwändiges Zivilverfahren gegen Veranstalter, Bergführer und Seilschaftsführer. Die Vorwürfe erwiesen sich vor Gericht als nicht haltbar. Andreas Ermacora berichtet. Der Peilstein ist der größte und schönste Klettergarten im Großraum Wien, in dem schon seit Generationen geklettert wird. Derzeit gibt es ca. 850 Kletterrouten, die sich auf 26 Sektoren verteilen. ...
... unter besonders gefährlichen Verhältnissen. 1/09
von Andreas Ermacora
Im März 2007 kam es im Rahmen eines ausgeschriebenen Grundkurses für Schibergsteigen mit dem Standort Rifflseehütte im Tiroler Pitztal zu einem Lawinenunfall, bei dem eine Person getötet wurde. Der Kursleiter, ein staatlich geprüfter deutscher Bergführer, wurde vom Oberlandesgericht (OLG) Innsbruck für schuldig befunden und zu einer bedingt nachgesehenen Geldstrafe verurteilt. ...
Wieder die guten Sitten. 3/08
von Andreas Ermacora
Vor nicht langer Zeit kontaktierte mich ein Ausbildungsleitereines Bergführerverbandes und erzählte mir von den Sorgenjener Bergführer, die Freerider betreuen - also Gruppen von Snowboardern und Skifahrern, die zwar mit den Bergbahnennach oben fahren, dann aber ihr Abenteuer in möglichst unbefahrenenund spektakulären Variantenabfahrten suchen. Einerseits - so der Experte - sei das eine interessante Aufgabe, ...
Bergsport vor dem Gesetz. 1/08
von Andreas Ermacora
Bericht über ein Alpinseminar für RichterInnen und Staatsanwälte/Innen, 27.-30. Jänner 08, Kühtai (Tirol). Bereits zum 4. Mal veranstaltete der OeAV zusammen mit dem DAV und dem Oberlandesgericht Innsbruck ein Alpinseminar im Kühtai in Tirol mit dem Titel „gehen steigen klettern – alpine Rechtsfragen“, an dem knapp 70 Juristinnen und Juristen aus Österreich und Deutschland teilnahmen. ...
experten haften nicht automatisch. 2/05
von Andreas Ermacora
Wenn zwei Bergsteiger gemeinsam eine private Berg-, Schi- oder Klettertour unternehmen, bestehen auch ohne Vorliegen eines Vertragsverhältnisses gegenseitige Sorgfaltspflichten. Dies gilt umso mehr für einen staatlich geprüften Bergführer, der als "faktischer Führer" eine Klettertour führt. Dass aber der Bergführer bei einer solchen privaten Unternehmung nicht automatisch für die Folgen eines Unfalles haftet, zeigt der vorliegende, noch nicht rechtskräftig entschiedene Fall. ...
pisten, varianten und lawinen. 1/05
von Andreas Ermacora
"Die Berge sind ein rechtsfreier Raum" - dieser Satz gilt schon lange nur mehr sehr eingeschränkt. So gibt es kaum eine Aktivität im alpinen Raum, in welche die Justiz nicht eingreift. Dies allerdings weniger durch die Gesetzgebung als vielmehr durch die Rechtsprechung. Während die Benützung der Schipisten durch Schifahrer und Snowboarder weitgehend durch die FIS-Regeln und die Pistenordnungen geregelt ist, gibt es solche Regeln ....
mizzi langer urteil. 2/04
von Andreas Ermacora
Immer häufiger wird der Alpenverein mit Fragen zur Haftung für etwaige Unfallfolgen auf gewachsenen Kletterfelsen konfrontiert - und mit der Angst der Grundeigentümer vor rechtlicher Verantwortung nach einem Unfall. Ein Zivilverfahren vor dem Landesgericht Wien, welches durchaus als Musterverfahren bezeichnet werden kann, hat nun erstmals klargestellt, dass diese Sorge unbegründet ist. In der Regel scheidet eine Haftung des Grundeigentümers aus. ...
kanzianiberg. 3/03
von Andreas Ermacora
Im Juni 2000 ereignete sich in Kärnten ein tragischer Unfall beim Betrieb einer Flying Fox, der die Maßstäbe beim Betrieb solcher Seilaufbauten teilweise neu definiert hat. Der Fall beschäftigte sowohl das Strafgericht als auch die Zivilgerichte. Letztlich konnte weder den Betreibern des Klettergartens noch dem eingeteilten Bergführer ein Verschulden nachgewiesen werden, sodass die Zivilklage der Eltern des tödlich verunglückten Schülers abgewiesen wurde. ...
flying fox. 2/03
von Andreas Ermacora
Unfallort: Weißsee Staumauer, Rudolfshütte: Kürzlich wurde ein Rechtsstreit durch den Obersten Gerichtshof entschieden, der einen weiteren Schritt in Richtung Verschärfung der Haftung eines Alpinveranstalters setzt. Involviert bzw. beklagt waren ein alpiner Verein als Veranstalter sowie ein staatlich geprüfter österreichischer Berg- und Schiführer. Andreas Ermacora, in dieser Rechtssache Vertreter des Bergführers und des Veranstalters, über den Verlauf ...
die zukunft nach jamtal. 4/02
von Andreas Ermacora
Der Jamtalunfall am 28.12.1999 war Anlass für zwei Gerichtsverfahren, die in der Öffentlichkeit großes Interesse erregten. Während der Strafprozess am Innsbrucker Landesgericht mit einem Freispruch für die Bergführer endete, hat im Zivilverfahren das Oberlandesgericht (OLG) München der Klage auf Schadenersatz gegen den DAV Summit Club dem Grunde nach stattgegeben. Zu dieser vielbeachteten Entscheidung und deren Konsequenzen für die Zukunft ...
freies seilende vor gericht. 3/01
von Andreas Ermacora
Es ist gut zwei Jahre her, als das Team rund um Robert Renzler im Rahmen der „Kletterscheinaktion“ die zwölf Kletterregeln des Alpenvereins formulierte und durch entsprechende Publikationen der Öffentlichkeit bekannt machte. In Berg&Steigen 1 und 2/2000 wurden sie ausführlich beschrieben. Dieser Beitrag soll nun deutlich machen, wie schnell es geht, bis von Experten formulierte Regeln zu Standards werden und wie schnell diese Standards dann ...
... wer die sorgfalt ausser acht lässt. 1/01
von Andreas Ermacora
In diesem dritten Beitrag soll versucht werden, dem Bergsportführer in der Extremsituation nach einem Unfall allgemeine praktische Ratschläge zu erteilen, um im Fall des Falles gerüstet zu sein. Die Krisen-Management-Einrichtungen, die in jüngster Zeit für Bergsportführer entstanden sind, bilden den zweiten Schwerpunkt dieses Beitrages. Unfälle unter Beteiligung vonehrenamtlichen Vereinsführernoder Profiführern sind von derAnzahl her sehr gering. ...
... wer die sorgfalt ausser acht lässt. 4/00
von Andreas Ermacora
Während in der letzten Ausgabe allgemein über die strafrechtliche Beurteilung von Alpinunfällen berichtet wurde, geht es diesmal um den Ablauf eines Straf- und Zivilverfahrens vom Unfall bis zur Verurteilung oder Einstellung. Der Beitrag soll zeigen wie ein „Akt“ entsteht und dem Leser einen Einblick in die oft unüberschaubaren Abläufe geben. Als Anlassfall wird ein Lawinenunfall unter Führung eines ehrenamtlichen Vereinsführers angenommen: Durch die Lawine wurden ...
... wer die sorgfalt ausser acht lässt. 3/00
von Andreas Ermacora
Viele Bergführer, ob ehrenamtlicher Vereinsführer oder Profiführer, glauben mit einem Bein im Gefängnis zu stehen, wenn bei einer Tour einer seiner Gruppe zu Schaden kommen sollte. Dass dies grundfalsch ist, soll in diesem und den folgenden Beiträgen erläutert werden. Denn: Bis ein verantwortlicher Führer von einem österreichischen Gericht rechtskräftig verurteilt wird, müssen viele rechtliche Hürden genommen werden. ...
wer haftet für klettersteige und klettergärten?. 2/00
von Andreas Ermacora
Unfälle auf Klettersteigen und in Klettergärten sind zum Glück selten, dennoch stellt sich auch in diesem Bereich die Frage nach der Haftung. Im folgenden Beitrag soll erklärt werden, welche Probleme auftreten können, wann eine Haftung gegeben ist, wer haftet und welche Punkte zu berücksichtigen sind. Ein Klettersteig oder ein Kletter-garten ist ein Weg im Sinne des§ 1319 ...
vor dem gesetz. 1/00
von Andreas Ermacora
Ein großer Erfolg wurde das im Kühtai abgehaltene 3-tägige Seminar des Oesterreichischen und Deutschen Alpenvereins. Vom Alpinreferat des OeAV mustergültig organisiert, wurden den anwesenden Juristen in insgesamt 12 Vorträgen die Themen „Reduktionsmethode“, „Sicherung auf Schi-Hochtouren“, „Haftung der Lawinenkommissionen“ und „der Führer aus Gefälligkeit“ näher gebracht und bei den täglich unternommenen Schitouren aufgezeigt, ...