editorial.
1300 Tiroler Bergsportführer, 90 Kärntner Bergführer, 120 Tourenführer aus Südtirol und weitere 800 Abonnenten dürfen wir – ein Heft verspätet, pardon – sehr herzlich in unserer Leserschaft begrüßen. Vor knapp einem Jahr „öffneten“ wir Berg&Steigen und es war eine gute Entscheidung. Eine Verdoppelung der Auflage, eine Steigerung des Umfanges von 20 (1/99) auf 40 Seiten (1/00) und die rein lautliche Verschiebung von „Mitteilungsblatt“ zu „Zeitschrift“ beflügeln den Geist im Sinne von: was-könnte-dann-da-noch-alles-draus-werden,...
ber(g)sönlichkeiten.
Bis Ende der sechziger Jahre war das Bergsteigen und Klettern einer Minderheit vorbehalten gewesen, die für die Industrie hinsichtlich Umsatz wenig interessant war. Dann begann sich der Freizeitboom zu etablieren und die Industrie erkannte die größeren Umsatzchancen. Zufällig wurde zur gleichen Zeit der Sicherheitskreis gegründet und wir begannen Ausrüstung zu testen und zu prüfen und darüber schonungslos zu berichten. Das spornte die Hersteller an. Ich möchte gerade in diesem Zusammenhang einmal mehr ...
die 12 (kletter-) gebote.
von Robert Renzler
Einige Monate sind seit dem Erscheinen der letzten Ausgabe von Berg&Steigen mit dem ersten Teil der Kletterregeln vergangen. In der Zwischenzeit hat uns eine geradezu unheimliche Serie von schweren Unfällen erschüttert - und gleichzeitig bestärkt in unseren Bemühungen, die Sicherheit beim Klettersport zu verbessern. Innerhalb weniger Tage fünf Tote! Ein junger Bergsteiger wurde am Einstieg von den Ostrissen an der Martinswand von einem Stein erschlagen...
wer haftet für klettersteige und klettergärten?.
von Andreas Ermacora
Unfälle auf Klettersteigen und in Klettergärten sind zum Glück selten, dennoch stellt sich auch in diesem Bereich die Frage nach der Haftung. Im folgenden Beitrag soll erklärt werden, welche Probleme auftreten können, wann eine Haftung gegeben ist, wer haftet und welche Punkte zu berücksichtigen sind. Ein Klettersteig oder ein Kletter-garten ist ein Weg im Sinne des§ 1319 ...
bergwege am prüfstand.
von Harald Riedl
Für Kletterer ist eine seriöse Information darüber, was sie an Schwierigkeiten zu erwarten haben, eine Selbstverständlichkeit und ohne Schwierigkeitsskala wäre dieser Sport schwer denkbar. Dass Bergwanderer auch ein berechtigtes Informationsbedürfnis über die grundsätzliche Gefährlichkeit bzw. Schwierigkeit ihrer Route haben könnten, wurde mit Beharrlichkeit verdrängt. Nun scheint der Durchbruch gelungen: Land Tirol und Alpenverein ...
gehen und steigen.
von Engelbert Eder
Als Basis für jede alpinistische Tätigkeit ist eine ausgefeilte Gehtechnik von großer Bedeutung. Sie hilft nicht nur Langzeitschäden in den Gelenken zu vermindern, sondern auch alpinen Unfällen vorzubeugen. Eine gute Technik gibt uns eine erhöhte Trittsicherheit und ermöglicht ein ökonomisches Haushalten mit unseren Energiereserven, d.h. es erfolgt eine verzögerte Ermüdung in physischer und psychischer Hinsicht...
ablassen ist nicht abseilen.
von Pit Schubert
Die Schmelzverbrennung beim Ablassen über eine Schlinge und die damit verbundenen Gefahren sind inzwischen hinlänglich bekannt. Trotzdem ereignen sich immer wieder Unfälle, insbesondere durch Verwechslung von Abseilen und Ablassen, wie die beiden nachfolgend geschilderten Unfälle verdeutlichen. Nicht bekannt war bisher, wie schnell, das heißt nach wie vielen oder besser nach wie wenigen Ablassmetern eine Schlinge bereits reißen bzw. durchschmelzen kann.
ist der brustgurt passé?.
von Michael Larcher
Es ist das Kernthema der Seiltechnik und gleichzeitig eines, das immer noch mit großer Unsicherheit behaftet ist: Wie seilt man richtig an? oder – präziser - ist der Hüftgurt allein ausreichend? oder – ketzerisch – ist der Brustgurt passé? Das Kuratoriuim für alpine Sicherheit organisierte eine Plattform für die Auseinandersetzung mit diesem Thema. Das Ergebnis ist eine Empfehlung, die einen Bruch mit der traditionellen Lehrmeinung im deutschsprachigen Raum darstellt.